Ausnüchterung in Polizeizelle

Bad Reichenhall - Pflegepersonal, Ärzte und Polizei wurden von einem 33-jährigen, stark alkoholisierten Mann am Samstagabend längere Zeit beschäftigt.

Der Volltrunkene begab sich wohl mit letzter Orientierungsfähigkeit zum Eingangsbereich des Krankenhauses in Bad Reichenhall, wo er sich scheinbar leblos auf den Boden legte. Offenbar erhoffte er sich Medikamente gegen bzw. für seine Suchtkrankheit zu bekommen. Nachdem der Mann dem Pflegepersonal und Ärzten jedoch keine plausiblen Verletzungen oder Beschwerden vorbringen konnte, gleichzeitig jedoch alleine nicht mehr auf eigenen Füßen stehen konnte wurde er an die Polizei übergeben, die ihn in eine Ausnüchterungszelle aufnahm.

Nachdem er dort vorgab massivste Schmerzen zu haben und sich auf dem Boden krümmte, wurde ein weiterer Arzt hinzugezogen. Es konnten jedoch abermals keine behandlungsfähigen Beschwerden festgestellt werden. Als der Mann dann erkannte, dass wohl aus seiner Sicht nichts zu holen war, schlief er seinen Rausch dann doch noch friedlich bis zum nächsten Morgen aus, bevor er wieder in die Selbständigkeit entlassen wurde.

Betrunkene, die zum eigenen Schutz in eine Polizeizelle aufgenommen werden müssen erwartet eine Gebührenrechnung von mindestens 50 Euro.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Bad Reichenhall

Rubriklistenbild: © fkn

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