Aufmerksame Fahnder im Grenzgebiet

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Grenzgebiet - Am vergangenen Wochenende haben die Beamten insgesamt 18 Personen in Polizeigewahrsam genommen und zwei gesuchte Männer verhaftet.

Gültige Ausweise, falsche Person

Rosenheimer Schleierfahnder zogen zwei Staatenlose auf der A 8 aus dem Verkehr, die in einem Pkw mit liechtensteiner Zulassung unterwegs waren. Die Beamten ließen sich von den vorgelegten Ausweisen des Fürstentums Liechtenstein nicht täuschen. Zwar waren die Pässe echt, allerdings gehörte das Dokument einer ganz anderen Person. Die Ermittlungen ergaben, dass der 26-Jährige bereits in der slowakischen Republik Asyl beantragt hatte. Er wurde wegen Ausweismissbrauch und unerlaubter Einreise angezeigt. Sein 36-jähriger Fahrer muss sich wegen Beihilfe zur unerlaubten Einreise strafrechtlich verantworten.

Aufnahme von Somaila Flüchtigen

Zwei Jugendliche aus Somalia versuchten vergeblich im Nachtzug zwischen Kufstein und Rosenheim die Schleierfahnder mit ihren Papieren zu täuschen. Die Beamten erkannten, dass es sich sowohl bei den Ausweisen als auch bei den italienischen Aufenthaltsgenehmigungen um Fälschungen handelte. Da der 16- und der 17-Jährige jeweils ein Schutzersuchen stellten, wurden die unerlaubt Eingereisten nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen an die zuständige Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in München weitergeleitet.

Illegale Einwanderer aufgeflogen

Im EuroCity zwischen Kufstein und Rosenheim kontrollierten Beamte der Polizeiinspektion Fahndung eine Familie aus dem Balkan. Der 30-jährige Kosovare und die 28-jährige Serbin waren mit ihren 5 Kindern nach Deutschland gereist, ohne im Besitz gültiger Pässe oder Aufenthaltsgenehmigungen zu sein. Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim konnte die dürftig ausgestatteten Kinder in der Dienststelle dank der Unterstützung des Caritas Kinderdorfs Irschenberg mit frischen Kleidern versorgen. Die Ermittlungen der Bundespolizei ergaben, dass die beiden Erwachsenen, gegen die in Deutschland Einreiseverbote bestanden, bereits in Belgien Asyl beantragt hatten. Außerdem wurde der Mann wegen einem früheren Verstoß gegen das Aufenthaltsgesetz von der Staatsanwaltschaft Münster mit Haftbefehl gesucht. Er konnte die geforderte Geldstrafe in Höhe von rund 220 Euro begleichen. Er und seine Begleiterin wurden wegen unerlaubter Einreise angezeigt. Die Familie wurde zunächst an eine Münchner Aufnahmeeinrichtung weitergeleitet.

Ukrainer ohne Papiere

Einen litauischen Reisepass legte ein Mann bei der Kontrolle auf der A 93 bei Oberaudorf vor. Die Bundespolizisten erkannten, dass es sich dabei um eine Fälschung handelte. Die Ermittlungen ergaben, dass es sich bei dem unerlaubt Eingereisten nicht um einen Litauer sondern einen ukrainischen Staatsangehörigen handelte, der ohne Visum, dafür aber mit gefälschtem Pass, in die Bundesrepublik eingereist war. Die eingeschaltete Staatsanwaltschaft wies die Durchführung eines sogenannten „beschleunigten Verfahrens an. Bereits wenige Stunden nach der Festnahme fand am Amtsgericht Rosenheim die Verhandlung des 29-Jährigen statt. Er wurde zu einer Geldstrafe von insgesamt 1.200 Euro verurteilt. Da er die geforderte Summe nicht aufbringen konnte musste er eine 80-tägige Ersatzfreiheitsstrafe in der Bernauer Haftanstalt antreten.

Gesuchter Dieb gefasst

Auf Höhe Piding nahmen Bundespolizisten einen Italiener fest, der Samstagnacht in einem Bus über die Grenze nach Deutschland kam. Der 35-Jährige wurde von der Staatsanwaltschaft Bückeburg gesucht. Laut Untersuchungshaftbefehl ist er wegen schwerem Raub angeklagt.
Nach Vorführung beim Amtsgericht Laufen lieferten die Beamten ihn in die Justizvollzugsanstalt Bad Reichenhall ein. Dorthin brachten die Fahnder der Bundespolizei auch einen 27-jährigen Rumänen, der von der Memminger Staatsanwaltschaft gesucht wurde. Laut Haftbefehl war er vom Amtsgericht Memmingen im Jahr 2006 wegen gewerbsmäßigem Diebstahl verurteilt worden. Nun hat er eine Restfreiheitsstrafe von 76 Tagen zu verbüßen.

Serbe mit Waffe gefasst

Im Einreisezug von Innsbruck nach München ging der Bundespolizei ein serbischer Staatsangehöriger ins Fahndungsnetz. Der 19-Jährige führte er eine verbotene Waffe mit. Bei seiner Kontrolle auf Höhe Garmisch-Partenkirchen fanden die Bundespolizisten ein sogenanntes „Butterflymesser“. Schon der Besitz eines solchen Messers mit schwenkbaren Griffen stellt eine Straftat dar. Die Beamten stellten das Messer sicher und zeigten den jungen Mann wegen seinem Verstoß gegen das Waffengesetz an.

Serben mit Einreiseverbot

Zwei serbische Staatsangehörige versuchten, in einem Reisebus über die A8 ins Landesinnere zu gelangen. Bei der Überprüfung ihrer Personalien am Parkplatz Seehammer See-Ost stellte sich heraus, dass deutsche Ausländerbehörden gegen beide jeweils ein Einreiseverbot verhängt hatten. Bevor die unerlaubt Eingereisten das Land wieder verlassen mussten, hatten sie zusammen insgesamt 850 Euro als Sicherheit für die anstehenden straf- und aufenthaltsrechtlichen Verfahren zu zahlen.

Srilankese mit italienichen Papieren in Deutschland

Ein 48-Jähriger aus Sri Lanka reiste ebenfalls mit einem Bus über die A 8 nach Deutschland ein. Auf Höhe Bad Feilenbach unterzogen ihn die Schleierfahnder einer Personenkontrolle. Der Mann wies sich mit einer Identitätskarte aus, die ihm lediglich den Aufenthalt in Italien erlaubte. Dort war er bereits als Asylant registriert. Nach erfolgter Anzeige wegen unerlaubter Einreise und Zahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 100 Euro hatte er seine Rückreise anzutreten.

Abgeschoben wegen ungültigen Papieren

Mit einem gültigen serbischen Reisepass reiste eine 34-jährige Serbin auf der A 93. Das Erforderliche Visum konnte die Frau bei der polizeilichen Überprüfung auf Höhe Kiefersfelden jedoch nicht vorweisen. Sie erhielt eine Strafanzeige wegen unerlaubter Einreise und wurde nach Österreich zurückgeschoben. Ebenso erging es einem Mann aus Bosnien-Herzegowina. Der 30-Jährige konnte sich zwar bei der Kontrolle auf der A 8 ausweisen, allerdings fanden die Fahnder heraus, dass gegen ihn eine unbefristete Einreisesperre verhängt worden war.

Pressemeldung Bundespolizei

Rubriklistenbild: © dpa

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