Gefälschte Corona-Tests und Schleusung

Aufgriffe bei Grenzkontrollen - Bundespolizei Freilassing verhindert 174 illegale Einreisen in vier Tagen

Freilassing/Mühldorf - Von Donnerstag bis einschließlich Sonntag (29. Oktober - 1. November) zählte die Bundespolizei Freilassing bei den Grenzkontrollen in Zügen und auf der Straße insgesamt 174 Personen, die versuchten, unerlaubt nach Deutschland einzureisen. Darunter vereitelten die Beamten auch fünf Schleusungen.

Die Pressemeldung im Wortlaut:


Am Donnerstagabend kontrollierten Bundespolizisten an der Grenzkontrollstelle Schwarzbach einen Reisebus mit albanischer Zulassung. Lediglich sieben von insgesamt 57 Fahrgästen erfüllten hierbei die erforderlichen Voraussetzungen für eine Einreise nach Deutschland.

Wegen des Verdacht der versuchten unerlaubten Einreise in 50 Fällen musste der gesamte Bus den Bundespolizisten zur Dienststelle nach Freilassing folgen. Im Rahmen der Ermittlungen stellten die Fahnder fest, dass 45 der mitgeführten Covid Tests gefälscht waren. Nach einer Anzeige wegen der versuchten unerlaubten Einreise sowie der Urkundenfälschung verweigerten die Beamten den Albanern die Einreise nach Deutschland und übergaben sie an die österreichischen Behörden.


Die drei Busfahrer wurden nach einer Anzeige wegen Einschleusens von Ausländern auf freien Fuß entlassen.
So gingen den Freilassinger Bundespolizisten allein in den vier Tagen 174 unerlaubt eingereiste Personen und sieben tatverdächtige Schleuser ins Netz. Außerdem erkannten und beschlagnahmten die Beamtinnen und Beamten 56 gefälschte Urkunden, darunter gefälschte Dokumente, Arbeitsverträge sowie Covid-19-Tests. Zusätzlich zeigten die Fahnder vier Personen wegen Beihilfe zur unerlaubten Einreise an.

Bei einem 40-jährigen Serben fanden die Bundespolizisten an der Kontrollstelle Schwarzbach ein Elektroimpulsgerät als Taschenlampe getarnt griffbereit in der Ablage der Fahrertür. Nach einer Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz und Zahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 250 Euro durfte der 40-Jährige die Weiterreise antreten.

Des Weiteren müssen sich zwei Personen wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten.

Die Bundespolizisten übergaben zudem vier Autofahrer wegen Verkehrsverstößen zuständigkeitshalber an die Landespolizei.

Zudem vollstreckten die Beamten noch vier Haftbefehle. Zwei der Verurteilten konnten ihre Geldstrafen bezahlen, die beiden anderen mussten den Gang ins Gefängnis antreten.

Pressemeldung Bundespolizei Freilassing

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