Im Linienbus aufgeflogen

Piding - Erst vor wenigen Tagen wurde er in seine Heimat abgeschoben, jetzt scheiterte der zweite Versuch eines 54-jährigen Kosovaren nach Zentraleuropa zu reisen.

Kurz vor 4 Uhr geriet der Insasse eines international verkehrenden Linienbusses auf Höhe der Autobahnanschlussstelle Piding-Nord in die Kontrolle der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein. Ausgestattet mit einer qualitativ hochwertig verfälschten bulgarischen ID-Karte, wollte der Mann - trotz der gegen ihn für den gesamten Schengenraum verhängten Einreisesperre - nach Zentraleuropa reisen. Die Fälschung hielt dem fachmännischen Blick der Fahnder allerdings nicht stand und so landetet der gelernte Krankenpfleger aus dem Kosovo in der Arrestzelle. Ermittlungen ergaben, dass er erst vor wenigen Tagen in Griechenland aufgegriffen und aufgrund der aktuellen Fahndungsnotierung der Schweizer in seine Heimat abgeschoben wurde.

Wegen illegaler Einreise - der Kosovare hatte zwar seinen echten Reisepass im Gepäck versteckt, war aber nicht im Besitz eines erforderlichen Visums bzw. Aufenthaltstitels - und Urkundenfälschung erstatteten die Schleierfahnder Anzeige. Nach Hinterlegung einer Sicherheitsleistung wurde er im Anschluss zuständigkeitshalber an die Bundespolizeiinspektion Rosenheim übergeben. Mit der Zurückschiebung nach Österreich erging gleichzeitig eine befristete Wiedereinreisesperre für das Bundesgebiet.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

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