Arbeitsreicher Tag für die Bundespolizeiinspektion Freilassing

Von gefälschten Corona-Tests, Schleusern und Haftbefehlen

Schwarzbach / Freilassing - Die Bundespolizei hat am Dienstag (8. September) insgesamt 42 Personen festgenommen. Zwei Schleusungen, eine Beihilfe zur illegalen Einreise und 20 Personen ohne Visum aus einem Reisebus hielten die Beamten der Inspektion Freilassing auf Trab.

Die Pressemeldung im Wortlaut:


Am Dienstagvormittag stoppten Beamte der Bundespolizei an der Grenzkontrollstelle Schwarzbach (A8) einen Kleintransporter mit ukrainischer Zulassung. Alle Insassen wiesen sich mit ukrainischen Reisepässen aus. Bei der genaueren Inaugenscheinnahme des Fahrzeugs fanden die Einsatzkräfte neben Arbeitsbekleidung noch gefälschte Covid-19-Tests. Nach einer Befragung aller Personen bestätigte sich der Verdacht der beabsichtigten Arbeitsaufnahme. Ein dafür erforderliches Visum konnte keiner der ukrainischen Fahrgäste vorweisen.

Die Bundespolizei Freilassing zeigte die sieben Mitreisenden wegen der versuchten unerlaubten Einreise an. Gegen den Fahrer wird außerdem wegen Einschleusens von Ausländern ermittelt. Zusätzlich müssen sich alle acht Personen aufgrund der gefälschten Covid-19 Tests wegen Urkundenfälschung verantworten. Die Beamten verweigerten ihnen die Einreise und wiesen sie nach Österreich zurück. Zwei Stunden später kontrollierten Bundespolizisten eine Gruppe von sechs Reisenden am Bahnhof Freilassing. Zwei Staatenlose konnten sich ordnungsgemäß ausweisen. Zwei Syrer besaßen keine Dokumente, eine Reisende lediglich einen syrischen Reisepass ohne Visum. Eine ebenfalls Staatenlose legte den Beamten einen abgelaufenen Aufenthaltstitel vor, der auf eine andere Person ausgestellt war. Nach ausgiebigen Ermittlungen zeigten die Fahnder die beiden erstgenannten Staatenlosen wegen Einschleusens von Ausländern, die vier übrigen Kontrollierten wegen der versuchten unerlaubten Einreise an. Die 24-jährige Staatenlose, die einen fremden Aufenthaltstitel vorgezeigt hatte, erwartet zudem eine Anzeige wegen Ausweismissbrauchs. Bei einer weiteren Kontrolle eines Reisebusses mit albanischer Zulassung an der Kontrollstelle Schwarzbach stellten die Bundespolizisten insgesamt 20 albanische Staatsangehörige mit albanischen Reisepässen und Arbeitsverträgen fest. Im Besitz einer erforderlichen Arbeitserlaubnis oder eines für die Arbeitsaufnahme nötigen Visums war keiner der Insassen. Bei vier der 20 Arbeitsverträge stellten die Polizisten fest, dass es sich um Fälschungen handelte. Nach 20 Anzeigen wegen der versuchten unerlaubten Einreise und vier weiteren Anzeigen wegen Urkundenfälschung wiesen die Bundespolizisten die Albaner nach Österreich zurück. Darüber hinaus zeigten die Beamten einen Bulgaren wegen Beihilfe zur unerlaubten Einreise eines Mannes aus Nordmazedonien und fünf weitere Personen aus Afghanistan, Syrien und dem Kosovo wegen des Versuchs der unerlaubten Einreise an. Ein Abgleich der Personalien eines 32-jährigen Ungarn, der über die Kontrollstelle auf der A 8 nach Deutschland einreisen wollte, ergab gleich zwei Haftbefehle. Wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis suchten die Staatsanwaltschaften Nürnberg und Passau nach dem 32-Jährigen. Da der Mann die Geldstrafen in Höhe von insgesamt 900 Euro nicht zahlen konnte, lieferten ihn die Bundespolizisten in eine Justizvollzugsanstalt ein. Die Beamten verweigerten insgesamt 35 Personen die Einreise nach Deutschland, stellten 12 Urkundenfälschungen fest und brachten an einem Tag insgesamt 54 Straftaten zur Anzeige. 

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Freilassing

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