Arbeitsreiche Tage für Pidinger Fahnder

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Piding - Ein arbeitsintensives und erfolgreiches Wochenende liegt hinter den Pidinger Schleierfahndern. Zahlreiche Vergehen konnten dank ihres guten Spürsinns ermittelt werden.

So haben die Schleierfahnder mehrere Haftbefehle vollzogen, eine Schleusung aufgedeckt sowie Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz zur Anzeige gebracht.

Internationalen Haftbefehl wegen Totschlags vollzogen

Dabei wurde am Donnerstag, 26. Mai, ein Linienbus aus der Slowakei mit Fahrtziel Frankreich einer Kontrolle unterzogen. Unter den Fahrgästen hielt sich ein angeblicher Slowene auf, der sich gegenüber den Beamten ohne zu Zögern mit seinem nationalen slowenischen Reisepass auswies.

Doch mit dem geübten Auge und dem Fachwissen der Fahnder hatte der Reisende nicht gerechnet. Die Polizisten konnten kurze Zeit später das Reisedokument als Fälschung identifizieren. Somit war die Reise nach Frankreich für den „Slowenen“ in Piding zu Ende.

Auf der Dienststelle wurden von dem Festgenommenen Fingerabdrücke gemacht und diese im BKA Wiesebaden online verglichen. Das Ergebnis ließ auch nicht lange auf sich warten. Nun wurde aus dem EU-Bürger ein Montenegriner, der zudem noch einen internationalen Haftbefehl wegen Totschlags in Montenegro hatte. Nach Vorhalt seiner richtigen Personalien und dem Haftbefehl räumte der Montenegriner kleinlaut alles ein. Er versuchte im Jahr 2004 zusammen mit mehreren Komplizen in Montenegro, mit einer Schusswaffe zwei andere Personen zu ermorden. Doch dieses Vorhaben missglückte.

Nun sitzt er in Auslieferungshaft.

Rauschgiftverstöße im Zug aufgedeckt

Einen Tag darauf, 27. Mai, wurden im Zug von München Richtung Salzburg zwei Deutsche kontrolliert. Dabei fiel den Fahndern das nervöse Verhalten der Personen auf. Und da machte sich der Riecher der Beamten wieder mal bezahlt. Die Deutschen hatten einmal Amphetamin und einmal Haschisch bei sich, das zum Teil in den Reiseutensilien versteckt war.

Nach Anzeigenaufnahme und Sicherstellung durch die Beamten konnten die Beschuldigten ihre Reise nach Wien fortsetzen.

Haftbefehle gegen Rumänen vollzogen

Am gleichen Tag, 27. Mai, wurden auf der Autobahn A8 Richtung München zwei Rumänen kontrolliert. Auch diese beiden kannte der Polizeicomputer.

Ein Rumäne hatte einen Haftbefehl wegen Urkundenfälschung. Durch Bezahlung könnte er die mehrmonatige Haft abwenden, doch die geforderte Summe konnte er nicht aufbringen. Der zweite Rumäne toppte seinen Landsmann. Er hatte gleich zwei Haftbefehle. Einen konnte er bezahlen. Der zweite Haftbefehl konnte nicht mehr beglichen werden, somit musste auch dieser für mehrere Monate ins Gefängnis.

Schleusung von Syrern aufgedeckt

Samstagvormittag, 28. Mai, kontrollierte eine Streife der Schleierfahnder ein bulgarisches Auto, das nach Deutschland eingereist war. Im Fahrzeug befanden sich zwei Männer, eine Frau und vier Kinder im Alter zwischen 5 und 8 Jahren.

Der Fahrer, ein Bulgare, wies sich ordnungsgemäß aus. Die weiteren Personen hatten keine Papiere bei sich, die einen Aufenthalt in Deutschland legalisieren. Alle Personen wurden zur Polizeiinspektion Fahndung in Urwies verbracht.

Der Bulgare wurde wegen Schleusung zur Sachbearbeitung an den Kriminaldauerdienst übergeben. Die Geschleusten wurden nach Österreich rückgeführt.

Hafturlauber in die JVA eingewiesen

Ein deutscher Staatsangehöriger wurde bei der Fahrt im Eurocity von München nach Wien einer polizeilichen Kontrolle unterzogen. Dabei ergab die Überprüfung im Fahndungssystem, dass der Reisende aktuell eine Haftstrafe zu verbüßen hat und nicht auf Reisen sein sollte.

Die telefonische Rücksprache mit der zuständigen Justizvollzugsanstalt ergab, dass sich der Deutsche auf Hafturlaub befinde. Doch diesen sollte er bei seiner Schwester in Unna verbringen und das Hoheitsgebiet der BRD nicht verlassen. Um den guten Willen der Rückkehr zu untermauern, zeigte der Hafturlauber ein Rückfahrtticket vor. Der zuständige Bereichsleiter sah das nicht so, er widerrief kurzerhand den Hafturlaub und ordnete die Einlieferung in die nächste JVA an.

Falschen Führerschein erkannt

Am Sonntag, 29. Mai, wurde auf der Autobahn bei Piding ein britisches Fahrzeug kontrolliert. Fahrer war ein rumänischer Staatsangehöriger, der in Belgien lebt.

Er gab dem Beamten die erforderlichen Dokumente. Darunter auch seinen belgischen Führerschein. Bei der Überprüfung des Führerscheins wurden Unstimmigkeiten festgestellt, die eine genauere Analyse notwendig machten. Zudem wurden die Person und die Papiere in Belgien überprüft.

Ergebnis aller Expertisen: Belgien berichtete, dass es sich bei dem Führerschein um ein Formular handelt, das aus einem Einbruch in Brüssel stammt und somit nicht von einer Führerscheinstelle ausgestellt wurde. Auf Vorhalt dieser Tatsache gab auch der Fahrer zu, dass er nie einen Führerschein besaß.

Nach Anzeigenaufnahme musste der Rumäne seine Reise als Beifahrer fortsetzen.

Pressemeldung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

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