Schweizer schleust kosovarische Familie

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Anger/Freilassing - Dienstagnacht hat die Bundespolizei auf der A8 einen Schweizer festgenommen, der eine kosovarische Familie über die Grenze gebracht hatte.

Eigenen Angaben zufolge waren die Kosovaren auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen. Die Beamten gehen von einer bezahlten Schleusung aus.

Nahe Anger zogen Freilassinger Fahnder den in der Schweiz zugelassenen Wagen aus dem Verkehr. Im Fahrzeug befanden sich drei Erwachsene und ein Kleinkind. Der Fahrzeugführer war ein schweizerischer Staatsangehöriger mit kosovarischen Wurzeln. Seine Mitfahrer, 31, 24, und zwei Jahre alt, konnten sich nicht ordnungsgemäß ausweisen. Die Bundespolizisten fanden heraus, dass es sich um Kosovaren handelte, die bereits in Ungarn Asyl erhalten hatten.

Die Eltern gaben an, dass die Bedingungen in Ungarn so schlecht gewesen sein sollen, dass sie keine andere Möglichkeit sahen, als sich dort einem Schlepper anzuvertrauen. Dieser verlangte für die illegale Tour insgesamt 2.000 Euro.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde die Familie zunächst der Münchner Aufnahmestelle für Flüchtlinge zugeleitet. Der mutmaßliche Schleuser wird sich wegen Einschleusens von Ausländern verantworten müssen. Er wurde am Mittwoch auf richterliche Anordnung hin in Untersuchungshaft genommen.

Pressebericht Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © re

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