Bei Grenzkontrollen auf der A8 auf Höhe Anger

Polizei stellt Mercedes sicher - Doch das war noch nicht alles

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Pfefferspray Pistolen 

Anger - Die Fahrt dreier junger Männern ins Ausland wurde abrupt durch die Schleierfahnder der Grenzpolizeiinspektion Piding beendet. Sie waren weder berechtigt, dass hochpreisige Mietfahrzeug, noch ihre mitgeführten Selbstverteidigungswaffen zu führen.

Pressemeldung im Wortlaut:

Eine Streifenbesatzung der Grenzpolizei Piding kontrollierte am Samstagvormittag, auf der A8, Höhe Anger, einen Mercedes GLE 350 mit deutscher Zulassung. Im Fahrzeug befanden sich drei junge Deutsche mit türkischer Abstammung, die gerade auf dem Weg nach Österreich waren.

Das erste was den Fahndern auffiel war, dass es sich bei dem Wagen um ein Mietfahrzeug handelte, es allerdings vom Anmieter laut Vertrag weit und breit keine Spur gab. Eine Nachfrage bei der Vermietfirma ergab, dass keiner der drei Fahrzeuginsassen berechtigt ist, das Mietfahrzeug zu fahren. Daher wurde um die sofortige Sicherstellung des Mercedes gebeten und Strafanzeige wegen unbefugten Gebrauchs eines Kraftfahrzeuges gegen den Fahrzeugführer seitens des Vermieters erstattet.

Bei der Durchsuchung wurden in der weiteren Folge zwei sogenannte Pfefferspray Pistolen aufgefunden, die sich zugriffsbereit im Fahrzeuginnenraum befanden. Zwar sind diese Pistolen auch für Privatpersonen prinzipiell legal zu erwerben, allerdings handelte es sich bei den hier vorliegenden Modellen um täuschend echt aussehende Imitationen einer scharfen Schusswaffe, weshalb sie als sogenannte Anscheinswaffen eingestuft sind – ein Führen dieser Waffen in der Öffentlichkeit ist daher verboten.

Für die beiden Besitzer der Pistolen hatte dies zusätzlich eine Anzeige nach dem Waffengesetz zur Folge. Letztendlich konnten alle drei die Dienststelle in Piding wieder verlassen – allerdings ohne ihren hochpreisigen Fahruntersatz und ihren Waffen zur Selbstverteidigung.

Die Pressemeldung der Grenzpolizeiinspektion Piding

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