Albaner schleust ohne Führerschein

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Piding - Beamte der Fahndung haben einen mutmaßlichen Schleuser in der Nähe von Piding festgenommen. Die vier Flüchtlinge im Wagen hatten bereits eine weite Reise hinter sich:

Am frühen Abend des 8. Januar fiel den Pidinger Schleierfahndern bei der Einreise über den Grenzübergang Bad Reichenhall-Autobahn ein Audi auf. Bei der Kontrolle an der Anschlussstelle Piding-Nord stellte sich heraus, dass der Fahrer ein albanischer Staatsangehöriger ist.
Er konnte sich mit seinem Nationalpass ausweisen. Auf die Frage nach seinem Führerschein musste er allerdings passen. Die vier weiteren Insassen konnten sich nicht ausweisen. Sie gaben an, dass sie alle afghanische Staatsangehörige sind. Daraufhin wurden der Fahrer wegen Einschleusens und die vier Afghanen wegen illegaler Einreise festgenommen und zur nahen Dienststelle nach Piding-Urwies verbracht.

Die weiteren Ermittlungen bezüglich des albanischen Fahrers ergaben, dass er derzeit keine Fahrerlaubnis besitzt. Diese wurde ihm bereits 2007 von den Behörden wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort und Fahren unter Drogeneinfluss entzogen. Der Albaner wurde deshalb zusätzlich wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis zur Anzeige gebracht.

Bei den illegal eingereisten Personen handelte es sich um vier jugendliche Afghanen, die alle ohne Ausweise nach Deutschland eingereist sind. Zum Teil hatten sie bereits eine richtige Odyssee hinter sich gebracht. Nach ihrer Flucht aus Afghanistan kamen sie über den Iran in die Türkei. Von dort wurden sie von einer Schleuserorganisation auf dem Landweg über Griechenland, Makedonien, Serbien und Ungarn in die Tschechische Republik gebracht. Hier wurden sie offensichtlich von dem albanischen Schleuser übernommen und über Österreich nach Deutschland gebracht.

Einer der jungen Afghanen wollte angeblich zu seinem Onkel nach England fahren. Die drei anderen hatten kein genaues Reiseziel, hauptsache Westeuropa.

Die weitere Sachbearbeitung des Schleusers wurde vom Kommissariat Grenze in Bad Reichenhall übernommen. Die illegal eingereisten Afghanen wurden von der Ermittlungsgruppe der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein bearbeitet.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © dpa

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