Ainringerin nicht einziges Opfer

Küchenmaschine im Internet gekauft: Frau (26) wird Opfer von "Kettenbetrug"

Ainring - Eine 26-Jährige wurde beim Kauf einer Küchenmaschine im Internet systematisch betrogen.

Pressemeldung im Wortlaut


Eine 26 Jahre alte Frau aus der Gemeinde Ainring war im Internet auf der Suche nach einer ganz bestimmten Küchenmaschine. Im Marktplatz eines großen sozialen Netzwerkes wurde sie dann fündig.

Mit der Verkäuferin vereinbarte sie eine Anzahlung für die Küchenmaschine. Der Rest sollte nach Erhalt derselben bezahlt werden.


Die Verkäuferin wollte als Sicherheit für den Verkauf, dass die junge Frau aus Ainring Fotos ihres Personalausweises schickt. Das tat die Frau. Die Anzahlung überwies sie auch. Die Ainringerin wurde misstrauisch, als die Verkäuferin nach der Überweisung eine höhere Anzahlung verlangte und wollte ihr Geld zurück.

Doch das bekam sie genausowenig zurück wie die Küchenmaschine zugesandt.

Die Frau aus Ainring fiel dann aus allen Wolken, als sie mehrere Anrufe von Personen bekam welche sich bei ihr nach der Küchenmaschine erkundigten.

Die Küchenmaschine wurde nun im Internet von der Ainringerin verkauft, obwohl dies tatsächlich nicht so war. Wie sich herausstellte wurde nun der Name und der Ausweis der Ainringerin für ein Fakeprofil verwendet und die Küchenmaschine zum Kauf angeboten.

Sie hatte alle Mühe den Käufern plausibel zu erklären, dass sie mit dem Verkauf der Küchenmaschine nichts zu tun hat und selbst betrogen worden ist. Die Ainringerin konnte bewirken, dass das Fakeprofil gelöscht wird. Aber dem war nicht genug.

Die Frau, bei der die Ainringerin die Küchenmaschine geglaubt gekauft zu haben, meldete sich auch bei ihr. Diese Frau aus Norddeutschland war auf die gleiche Masche hereingefallen.

Auch sie hatte Fotos ihres Ausweises an einen Verkäufer übersandt. Die Fotos wurden für das Fakeprofil verwendet, bei dem die Frau aus Ainring die Küchenmaschine gekauft hatte. Es kommt immmer wieder vor, dass Fotos von Personalausweisen bei irgendwelchen Käufen über das Internet verlangt und auch versandt werden.

Diese Fotos können es nun kriminellen Personen ermöglichen weitere Betrügereien zu begehen. Der eigentliche Auweisinhaber kommt dann auch in den Focus polizeilicher Ermittlungen.

Die Polizeiinspektion Freilassing warnt darum eindringlich davor, Fotos von Personalausweisen zu übersenden.

Pressemeldung Polizei Freilassing

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