Von Afrika nach Deutschland

Bad Reichenhall - Die Bundespolizei beendete die Reise eines Italieners, der versuchte zwei Algerier und einen Tunesier nach Deutschland einzuschleusen.

Ein Italiener hat am Wochenende drei Nordafrikaner mit seinem Pkw nach Deutschland gebracht. Die Bundespolizei beendete die Reise nahe der Anschlussstelle Piding Nord wegen des Verdachts der Schleuserei. Auf richterliche Anordnung hin wurden die drei Fahrgäste am Samstag, den 11. Februar, in Haft genommen.

Wie sich bei der Kontrolle herausstellte, konnte sich lediglich der 32-Jährige aus Italien ordnungsgemäß ausweisen. Seine Mitfahrer, zwei Algerier und ein Tunesier, besaßen weder einen Pass noch ein Visum oder eine Aufenthaltserlaubnis für Deutschland. Sie gaben gegenüber den Bundespolizisten an, dass sie bereits in Österreich Asyl beantragt hätten. Dort wären ihre Anträge aber inzwischen abgelehnt worden. Nun versuchten sie, in einem anderen europäischen Land unterzukommen.

Der tunesische und die beiden algerischen Staatsangehörigen, 22, 25 und 36 Jahre alt, wurden wegen unerlaubter Einreise angezeigt und beim Amtsgericht in Laufen vorgeführt. Der Richter ordnete an, die Männer in Haft zu nehmen, um ihre Zurückschiebung sicherzustellen. Ihr italienischer Fahrer konnte nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen die Dienststelle der Bundespolizei in Bad Reichenhall zwar freien Fußes verlassen, allerdings wird er sich wegen Einschleusens von Ausländern voraussichtlich schon bald verantworten müssen.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © pa

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