Voller Fahndungserfolg am Mittwoch

Bad-Reichenhall - In der letzten Sekunde, etwa 100 Meter vor der österreichischen Grenze, stoppten Beamte der Fahndung Traunstein einen per Haftbefehl gesuchten bulgarischen Betrüger.

Nur wenige Meter fehlten und der seit rund einem Jahr abgetauchte Osteuropäer hätte sich erneut der deutschen Justiz entziehen können. So aber muss er aufgrund der rechtskräftigen Verurteilung für die nächsten 180 Tage in einer Zelle der Justizvollzugsanstalt seine Strafe absitzen. Die alternativ geforderten 1800 Euro Geldstrafe konnte er zur Abwendung der Haft nicht aufbringen.

Am Mittwoch, den 17. August, gegen 18.30 Uhr, war einer Streife der Schleierfahnder der vollbesetzte bulgarische Ford Mondeo aufgefallen. Rund 100 Meter vor dem ehemaligen Grenzübergang Bad Reichenhall-Autobahn gelang es den Beamten das Fahrzeug aus dem Verkehr zu ziehen. Gleich bei der ersten Fahndungsüberprüfung der Insassen spuckte der Polizeicomputer für den Fahrer des Ford, einem 40-jährigen arbeitslosen Bulgaren, ein aktuelles Festnahmeersuchen der Staatsanwaltschaft Heilbronn aus.

Wegen eines Vergehens nach dem Waffengesetz durfte rund zweieinhalbt Stunden vorher auch ein slowakischer „Straßenmusikant“ die Fahnder zur Dienststelle begleiten. Als Folge für das Mitführen eines verbotenen 12 cm langen Springmessers muss der 37-Jährige mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen. Anlässlich einer intensiveren Fahrzeugnachschau am Mittwoch gegen 16 Uhr auf einem Autobahnparkplatz bei Neukirchen in Richtung Salzburg, zogen Schleierfahnder die Stichwaffe aus dem Handschuhfach des slowakischen Renault Laguna. Nach erfolgter Anzeigenaufnahme durfte der verantwortliche und geständige Beifahrer die Weiterreise antreten. Das Messer wurde eingezogen.

Rund eine Stunde, gegen 15 Uhr, zuvor hatten Fahnder auf dem gleichen Autobahnabschnitt einen Rumänen hinter dem Steuer eines Kleintransporters erwischt, der aufgrund eines vollziehbaren einmonatigen Fahrverbotes wegen einer Verkehrsordnungswidrigkeit auf deutschen Straßen kein Kraftfahrzeug führen durfte. Der behördlichen Aufforderung zur Abgabe seines rumänischen Führerscheins vom März 2010 war der 39-Jährige bis dato nicht nachgekommen. Wegen Fahrens ohne Führerschein wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Den zum Export bestimmten Ford Transit mit deutscher Kurzzeitzulassung musste der Rumäne vorerst abstellen.

Zwischenparken durfte am Donnerstagvormittag auch ein in Salzburg wohnhafter Türke den Klein-Lkw seines Arbeitgebers. Ihm wurde ein rechtskräftiges Fahrverbot vom Mai 2010 zum Verhängnis. Der Abstecher über die Bundesstraße 21, dem so genannten „Kleinen deutschen Eck“ von Salzburg nach Lofer, sowie das Ignorieren der Führerscheinabgabe, werden dem 28-jährigen Berufskraftfahrer ebenfalls teuer zu stehen kommen. Schleierfahndern war der Fahrer aufgrund seiner äußerst „flotten“ Fahrweise im Bereich der Reichenhaller Umfahrungsstraße aufgefallen. Auch in diesem Fall wurde die Weiterfahrt unterbunden.

Pressemeldung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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