Kommunalwahlen 2014 - Landkreis Berchtesgadener Land:

Landrat: "Kann mehr als zufrieden sein"

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Berchtesgadener Land - Trotz dreier Gegenkandidaten ist Landrat Georg Grabner (CSU) deutlich in seinem Amt bestätigt worden. So reagieren er und seine Herausforderer: **Neu: ausführliches Video-Interview**

58,86 Prozent der Stimmen hat Grabner auf sich ziehen können. Ein Verlust von 5,5 Prozent im Vergleich zu 2008, aber für ihn trotzdem zufriedenstellend. "Vor sechs Jahren hatte ich ein überragendes Ergebnis", resümiert er bei BGLand24. "Jetzt gab es eine Reihe von Themen wie den Autobahnausbau, das Baumhaus in Piding und die Asylbewerber Unterbringung. Diese Dinge hinterlassen Spuren, sie werden in der Öffentlichkeit diskutiert. Deshalb kann ich mehr als zufrieden sein." Und auch wenn das seine letzte Amtszeit seien wird, will der Landrat nicht die Handbremse anziehen: "Wer mich kennt, der weiß, dass ich mich mit Vollgas einsetze bis zum letzten Tag. Ich lass mich auch durch die Politik nicht verbiegen. Man muss sensibel sein, was die Meinung der Bevölkerung betrifft, aber man kann geltendes Recht nicht außer Kraft setzen. Da muss man entscheiden, wie man es selber für wichtig hält."

Hier geht's zu den Reaktionen der gewählten Bürgermeister!

Bartl Wimmer von den Grünen ist mit seinen 22,81 Prozent zufrieden: "Das Ergebnis hätte ich so hoch für mich nicht erwartet. Das es keine Stichwahl gibt, war mir klar." Aber die Wahl hätte auch was anderes gezeigt: "Die Ergebniszunahme über 13 Prozent ca. bei den Grünen spricht eine klare Sprache, dass die eigentliche Opposition im Kreistag die Grünen waren und wohl auch sein werden." Wimmer schreibt diese Zunahme auch der klaren Aussage zu, dass die Grünen sich gegen großflächigen Einzelhandel auf der grünen Wiese ausgesprochen hätten.

Der wiedergewählte Landrat Georg Grabner (r.) und seine Herausforderer (v.l.): Tilo Schöne, Bartl Wimmer und Helmut Fürle.

Helmut Fürle von der SPD zeigte sich über seine 14,97 Prozent enttäuscht: "Ich hätte mir ein ähnliches Ergebnis wie 2008 (20,20 Prozent) erwartet, kann aber mit diesem Ergebnis auch leben." Das Dauerthema in den nächsten sechs Jahre werde der Autobahnausbau sein: "Die SPD ist für den Högeltunnel und wir machen uns dafür stark." Weiteres Thema werde die Bildungspolitik im Landkreis sein, dort wolle die SPD ihre Standpunkte einbringen.

Tilo Schöne von den Republikaner kann mit seinem Ergebnis nicht zufrieden sein: "Es bleiben 1,5 Prozent Verlust gegenüber dem letzten Mal. Ich hätte mir schon eine Zunahme erhofft. Der Wähler hat entschieden, kämpf ma weiter." Mit den Themen A8, Högltunnel, Kirchholztunnel, Ladenöffnungszeiten am Königssee - also in touristischen Gebieten, Hotelneubau,...

Rubriklistenbild: © cz

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