Kommunalwahlen 2014 - Bad Reichenhall

Aufbruchstimmung in Bad Reichenhall

Bad Reichenhall - Auf den ersten Blick verändert sich nach der Kommunalwahl der Bad Reichenhaller Stadtrat nicht merklich. Wir haben bei den einzelnen Fraktionen nach ihrer Meinung gefragt:

Im Vergleich zu 2008 verliert die CSU einen Sitz an die Grünen. Ansonsten bleibt der Bad Reichenhaller Stadtrat gleich besetzt. Heißt das, es wird so weitergehen wie bisher?

CSU will für frischen Wind sorgen

"Nein", sagt die CSU-Ortsvorsitzende und neue Stadträtin Stephanie Kunz gegenüber BGLand24. "Wir sind unter dem Motto 'Gemeinsam für Bad Reichenhall' angetreten und möchten das in den kommenden Jahren auch gemeinsam mit den anderen Fraktionen umsetzen." Trotz des Sitzverlustes ist Kunz mit dem Wahlausgang einigermaßen zufrieden. "Wir haben fast 50 Prozent neue Gesichter in die CSU-Stadtratsfraktion gebracht, das sorgt hoffentlich für frischen Wind."

SPD hätte einen Sitz mehr erhofft

Persönlich zufrieden, aber ein „bisschen enttäuscht“ für die SPD sei Stadtrat Manfred Adldinger, heißt es im Reichenhaller Tagblatt. Er hätte für seine Partei ebenfalls einen Sitz mehr als bisher erhofft, ja sogar erwartet.

Grüne und Bürgerliste Reichenhall schielten zeitweise nach 6. Sitz

Hier geht's zu den genauen Ergebnissen für den Bad Reichenhaller Stadtrat!

Die Grünen, die zusammen mit der Bürgerliste Reichenhall (BLR) angetreten sind, sehen sich als die klaren Gewinner. "Wir sind sehr zufrieden", betont Sprecher Andre Schreiber im BGLand24-Interview. "Auch wenn wir zeitweise auf den sechsten Sitz geschielt haben." Die Grünen wollen sich jetzt mit der BLR zusammensetzen und überlegen wie sie die Ausschüsse ihrerseits besetzen. "Interessant wird es dann im Mai, wer zweiter und dritter Bürgermeister wird. Das wird eine spannende Geschichte", so Schreiber.

FWG hätte mehr verdient

Die FWG Bad Reichenhall konnte ihre Position als zweitstärkste kommunalpolitische Kraft in der Stadt halten. "Daher sind wir mit dem Ergebnis zufrieden", so Vorstand Friedrich Hötzendorfer. "Auch wenn ich persönlich keinen Hehl daraus mache, dass ich mir ein oder zwei Mandate mehr gewünscht hätte und ich auch finde, dass wir das verdient gehabt hätten." Die Zusammensetzung des neuen Gremiums gebe der FWG die Hoffnung, dass in der schwierigen Situation, in der sich die Stadt befindet, partei- und gruppierungsübergreifend gut zusammen gearbeitet werden könnte. "An uns soll das jedenfalls nicht liegen."

FDP: Wähler würdigt sachliche Arbeit

"Die Reichenhaller Bürger haben die sachliche Arbeit des FDP – Ortsverbandes trotz des schlechten Bundestrends der Partei gewürdigt", ist sich der Orsvorsitzende Joachim Heppe sicher. "Wir konnten vor Ort gegenüber den letzten Kommunalwahlen sogar leicht zulegen. Dafür danken wir unseren Wählern!" Im Besonderen hätte die FDP dies natürlich auch der beständigen Umsetzung durch Stadtrat Gerhard Schröter zu verdanken, dessen Mandat bestätigt wurde. "Unser Ziel ist es, in den nächsten sechs Jahren unsere kommunalpolitische Kompetenz noch stärker auszubauen und einzubringen! Das sollte mit guter Arbeit und umsetzbarer Visionen für die Zukunft Reichenhalls durchaus möglich sein. Dann hat wieder der Wähler das Wort!"

Rubriklistenbild: © cz

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