Kleine Schritte mit großer Wirkung

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Freilassing - „Gefällt mir, gefällt mir nicht“,  mit einem überdimensionierten Daumen in den Farben rot und grün bewertete die Grüne/Bürgerliste ausgesuchte Brennpunkte bei ihrer Fahrradexkursion.

Stadtrat Ernst Wohlschlager führte zusammen mit Stadtratskandidat Kaspar Müller die zahlreichen Teilnehmer quer durch Freilassing. „Über 50 Prozent der Wege in Freilassing werden mit den umweltfreundlichen Verkehrsmitteln Fahrrad, Bus undzu Fußzurückgelegt“, erläuterte Kaspar Müller.  Zudem haben erst kürzlich im Zuge des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes durchgeführte Befragungen gezeigt, wie kritisch die Bürger die vorhandene Verkehrs- und Lärmbelastung sehen. „Hier besteht absoluter Handlungsbedarf“ und neben Großmaßnahmen, wie dem Umbau der Münchener Straße, könne man in vielen Fällen bereits mit kleinen Maßnahmen, die wenig kosten, schon einiges bewirken. 

Die Tour führte über den Salzburger Platz mit unbedingtem Verbesserungsbedarf, wie die Teilnehmer am Salzburger Platz feststellten, wobei die Ausführungen zu der geplanten verkehrlichen Lösung mit beidseitig durchlaufendem Radstreifen entlang der Münchener Straße positiv aufgenommen wurden. Da es noch keine Planung für die eigentliche Platzfläche gibt, muss darauf geachtet werden, dass die Hauptstraße hierbei nicht abgehängt werde,  forderte der mitradelnde Spitzenkandidat Wolfgang Hartmann.  Einen „Roten Daumen“ gab es für die Ausführung des neu trassierten Radweges Richtung Salzburg. Die unübersichtliche Kurveneinfahrt in die Unterführung gehöre mittels Bodenmarkierungen gesichert, die übermäßigen Unebenheiten trugen ebenfalls zur negativen Bewertung bei, wie der lange Umweg, der Senioren und Kindern zu schaffen mache. Einzig positiv sei hierbei die Beleuchtung stellte Stadtrat Wohlschlager fest.   

„Grün“ erhielt die kommende Eisenbahnbrücke über die Saalach. Vor allem, weil an diesereinRadsteg integriert werden soll. „Dies sei mittlerweile als EUREGIO -Projekt in Planung, die Anregung komme von der Grünen/Bürgerliste“, bemerkte Kaspar Müller und wies auf die große Chance hin, künftig schneller und schadstoffärmer von Freilassing nach Salzburg zu kommen ohne ein Auto benutzen zu müssen. „Auf der Salzburger Seite habe man einen neuen schienenbegleitenden Radweg fast fertig gestellt“,  wusste Gerhard Marx zu berichten.

Bilder von der Radltour in Freilassing

Bilder von der Fahrradtour der Grünen in Freilassing

Einen „Roten Daumen“ gab es wiederum für den fehlenden Mehrzweckstreifen auf der Augustiner Straße, den holprigen Radweg entlang der Industriestraße und das unselige Teilstück der Oberen Feldstraße zwischen Richard-Strauß- und Surheimer Straße. Dies sei eine der wichtigsten Fuß- und Fahrradverbindungen in der Stadt und auch als überörtliche Anbindung von Bedeutung. Die Tempo 30 Beschränkung werde kaum eingehalten und somit entstünden Gefahrensituationen für Fußgänger und Radfahrer, erläuterte Kaspar Müller. Als weiteres wird eine Geschwindigkeitsreduzierung der Oberen Feldstraße vor dem KONTAKT gefordert,  da auch an dieser Stelle die historische Rad- und Fußwegverbindung Eichetstraße einmündet.  „Dunkelrot“  jedoch gibt es für die ungelöste Fußwegsituation der Schul-und Kindergartenkinder in der Schulstraße.  Ernst Wohlschlager bemängelte, dass  gerade hier  morgens und mittags gefährliche Situationen für Kinder entstünden. „Hier steht der Bürgermeister persönlich in der Verantwortung“.

Die Überquerungshilfen in der Stadt wurden wiederum mit einem „Grünen Daumen“ bedacht. Diesen könnte es auch geben, wenn künftig mehr Einbahnstraßen für den Radverkehr geöffnet werden und mehr Sicherheit für Fußgänger und Radler zum Beispiel entlang der Georg-Wrede-Straße und der Laufener Straße geschaffen werden würde, erläuterte Müller.

Beim gemütlichen Ausklang im Cafe Sinzinger betonte Kaspar Müller nochmals, welche Bedeutung die Förderung der Sanften Mobilität in den kommenden Jahren habe. Angesichts der ehrgeizigen klimapolitischen Ziele sei diese sogar ein absolutes Muss. Zudem stecke in dieser auch eine soziale Komponente, mit der bewussten Förderung des Fuß- und Radverkehrs werde nicht nur individuell der Geldbeutel geschont, es würden auch die schwächeren Verlehrsteilnehmer, die ohne PKW im Alltag ihre Wege bestreiten, besser integriert.

Pressemeldung Die Grünen Freilassing

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