Grüne Bürgerliste will Kultur fördern

Wo ist der Freilassinger Kulturpreis?

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Die Künstlergilde zu Besuch bei der Freilassinger Grünen/Bürgerliste. Die Stadtratskandidaten Kaspar Müller, Willi Schneider, Edeltraud Rilling eingerahmt von den Vertretern der Künstlergilde Sepp Lingl (links außen) und Gisela Brechenmacher rechts.

Freilassing -  Bei der Ortsversammlung der Grünen/Bürgerliste kam das Thema Kultur auf den Tisch. Unter anderem wurde die Wiedereinführung des Kulturpreises gefordert:

„Was ist älteste Stadt der Welt?“ Mit dieser Frage begann bei der letzte Ortsversammlung der Grünen/Bürgerliste das Referat über das Thema Kultur.

Nach einer kurzen Begrüßung der Vertreter der Künstlergilde Freilassing, sowie von Pro-Freilassing, beantwortete Willi Schneider des Rätsels Lösung mit Jericho (ca. 8000 v. Christus bereits mit einer Stadtmauer umgeben) und kam schnell auf die Probleme, mit denen Kulturschaffende in Freilassing zurechtkommen müssen. Als dringendstes Problem standen die Örtlichkeiten zur Sprache. „Es ist sehr schwierig, eine größere Veranstaltung in unserer Stadt durchzuführen“, findet Willi Schneider.

Bürgerhaus auf dem Sonnenfeld?

Immer wieder wird gefordert, dass die Montagehalle bei der Lokwelt dafür bestens geeignet wäre. Um diese wunderschöne Halle jedoch so umzubauen, dass sie allen Anforderungen gerecht wird, müssten etliche Millionen zur Verfügung stehen und könnten nur durch einen großen Investor verwirklicht werden.

Als mögliche Alternative dazu käme die Planung eines Bürgerhauses auf dem Sonnenfeld in Betracht. Eine zweite Variante so Schneider wäre, dass bei einem Neubau eines Hotels, z. B. am Bahnhofvorplatz, zwei Säle unterschiedlicher Größe mit geplant werden. Dies hätte mehrere Vorteile: Zum einen wäre ein Betreiber und die Gastronomie bereits vorhanden, zum anderen könnte angedacht werden, dass die Stadt Freilassing diese Säle auf Dauer mietet und sie dann an Interessenten weitervermietet. Dies wäre kostensparend, weil keine Mittel für den Neubau eines vergleichbaren Objekts aufgebracht werden müssten.

Kunst im öffentlichen Raum

Als weiteres wurde das Thema Kunst im öffentlichen Raum angesprochen. In Freilassing gibt es mehrere Plätze, z.B. vor dem Feuerwehrhaus oder der Wredeschule, an denen Plastiken aufgestellt werden könnten, findet Wolfgang Hartmann. Dadurch würde ein klares Zeichen gesetzt, dass Freilassing auch eine Kulturstadt ist. Drittens sollte der Freilassinger Kulturpreis wieder eingeführt werden. Altstadträtin Edeltraud Rilling konnte sich noch erinnern, dass so ein Preis schon mal in Freilassing existierte. „Wer diesen wann abgeschafft hat“ wisse sie allerdings nicht.  So ein Preis könnte dadurch die Kunst und Kultur in der Stadt und der Umgebung fördern. Es gibt viele Städte, die einen solchen Preis ausloben und damit in den Mittelpunkt des kulturellen Interesses gehoben zu werden.

Um diese umfangreichen Arbeiten bewältigen zu können, sollte ein Kulturetat gegründet werden, dessen Aufgabe es ist, die gemeinsamen Kräfte zu bündeln und allen Kulturschaffenden die Möglichkeit zu bieten, ihre Planungen und Gedanken miteinander abzustimmen und gemeinsame Synergieeffekte zu nutzen. Der Kulturreferent der Stadt sollte mich einem grösseren jährlichen Budget ausgestattet werden, das ihm ermöglicht, gute Kulturarbeit in Freilassing zu fördern. Dies wurde von allen Beteiligten als sehr notwendig begrüßt. Es ist klar, das Kultur teuer ist und dass man keine finanzielle Wertschöpfung zu erwarten hat, aber Kultur ist notwendig. Das Ergebnis daraus aber ist für die Menschen sehr wichtig, denn „Kultur ist fast so alt wie die Menschheit“, beendete Willi Schneider den Abend.

Pressemitteilung Bündnis 90 Die Grünen / Bürgerliste Freilassing

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