Leuchtturmprojekt in Freilassing

Erster CO²-neutraler Wohnungsbau

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Freilassing - Beeindruckt von dem zukunftsweisenden Gebäudekonzept zeigten sich die interessierten Besucher, die der Einladung der Grünen/Bürgerliste zur Begehung gefolgt waren.

Beeindruckt von dem energetisch zukunftsweisenden Gebäudekonzept zeigten sich die interessierten Besucher, die der Einladung der Grünen/Bürgerliste zur Begehung des ersten CO²-neutralen Wohnungsbaues im Berchtesgadener Land gefolgt waren.

Das Mehrfamilienhaus in der Franz-Lehar-Straße mit  neun Wohneinheiten nutzt ausschließlich regenerative Energien für den Wärmebedarf von Heizung und Warmwasserbereitung. Das Konzept baut auf der Nutzung der Sonne auf: Über 80 Prozent der Wärme werden über diese direkt mittels 125 Quadratmeter Kollektoren erzeugt und in einem 24.000 Liter fassenden Speicher vorgehalten. Die restliche Energie wird mit einer Wärmepumpe geothermisch erzeugt. Diese Zusatzheizung kommt jedoch nur bei extrem sonnenarmen Wetterlagen, vor allem bei tiefen Temperaturen in den Wintermonaten, zum Einsatz. „Absolut abgasfrei“, zeigte sich Kaspar Müller begeistert. Gerade in Regionen mit hoher Feinstaubbelastung sind derartige Konzeptionen absolut zukunftsweisend.  Architekt Müller schloss sich hier der Haltung des Landratsamtes an, die es als „Leuchturmprojekt“ im Landkreis bezeichneten und sich für dessen Realisierung explizit einsetzten.    

Neben einer geeigneten Dachausrichtung zur Sonnennutzung sorgen weitere Bausteine für eine hohe Effizienz des gesamten Bauwerkes.

Da ist die Gebäudehülle, die herausragende Dämmstandards erreicht. Wärmegedämmte Ziegel, dreifach verglaste Fenster, kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmetauscher tragen zur Verringerung des Energiebedarfes bei. Laut Bauherr Johann Huber eine Grundvoraussetzung bei der Erreichung der gesteckten Ziele.

Die Heiztechnik berücksichtigt mit dem 9,00 m hohen Schichtspeicher den zum Zeitpunkt der Planung neuesten Standard der Speichertechnik. Dass dieser bereits heute schon wieder überholt ist – Forschungsergebnisse der TU München mit Frauenhoferinstitut und weiteren Partner lassen noch effizientere Lösungen ausschließlich mit Solarenergie in greifbare Nähe rücken – sieht der Bauherr positiv. So könnte bei dem bereits schon in gedanklicher Vorbereitung befindlichen nächsten Bauvorhaben eine Zusatzheizung zur Gänze entfallen.

Auf die Frage vom Spitzenkandidaten der Grünen/Bürgerliste Wolfgang Hartmann, „in welcher Höhe sich denn die Mehrkosten beliefen“, antwortete Huber, dass sich diese innerhalb 12 bis 13 Jahren amortisieren. Für eine 82 Quadratmeter große Wohnung mussten die Eigentümer im letzten Jahr 255 Euro an Heizkosten zahlen.

Bauträger Huber, den  seine eigenen Enkelkinder in Diskussionen anspornten, zukunftsfähige Wohngebäude anzubieten, ist von der Gesamtlösung auch im Hinblick auf unsere Ressourcen überzeugt.  Dieses „enkelfähige“ Bauen hinterlässt den nächsten Generationen keine zusätzlich mit Schadstoffen belastete Umwelt. Im Hinblick auf die zähen Entscheidungsprozesse in der Planungsphase, hinsichtlich einer optimalen Einbausituation für die Solarkollektoren,  wünsche sich Huber für die kommende Amtsperiode möglichst zahlreiche aufgeschlossene Stadträte, womit er bei den anwesenden Stadtratskandidaten ein offenes Ohr fand.

„Dies sei auch bitternötig“, pflichtete Energieberater Gerhard Marx bei, denn es könne nicht sein, dass derartig wichtige Objekte in der eigenen Freilassinger Stadtverwaltung wenig Beachtung finden. Die Grüne/Bürgerliste werde sich in ihrer Stadtratsarbeit für Ressourcen schonende Bauweisen einsetzen, resümierten die Stadtratskandidaten. 

Solarhaus in Freilassing

Pressemitteilung Bündnis 90 Die Grünen / Bürgerliste Freilassing

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