CSU-Bürgermeister- und Stadtratskandidaten stellten sich vor

Feil: "Laufen ist auf der Überholspur!"

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Laufens Bürgermeister Hans Feil stellte sich in Dorfen den Fragen der Anwohner.

Laufen - Im Gasthaus in Dorfen haben sich Hans Feil, amtierender Bürgermeister und Kandidat der CSU, sowie die Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl am 16. März vorgestellt.

Die Versammlung leitete Klaus Kalb, derzeitiger Fraktionsvorsitzender der CSU-Fraktion im Laufener Stadtrat, der allerdings aus persönlichen Gründen nicht mehr für das Gremium kandidiert. Zunächst bat er die einzelnen Bewerber, sich kurz vorzustellen. Anschließend sollte sich Hans Feil den Anwesenden präsentieren, zu dem Kalb einleitend meinte:„Es ist viel passiert seit der letzten Wahl vor sechs Jahren. Hans Feil hat viel in Angriff genommen und mit ihm soll es weiter gehen. Das ist das Beste für die Stadt Laufen. Helfen Sie mit und wählen sie unseren Kandidaten!“.

Rückblick auf vergangene Herausforderungen

Feil ging zunächst wie die Vorredner auf Persönliches ein: 44 Jahre alt, verheiratet, zwei Töchter und gelernter Diplom-Finanzwirt (FH), beim Finanzamt Traunstein als Betriebsprüfer tätig. 

„Seit 1.Mai 2008 bin ich jetzt Bürgermeister von Laufen, also fast sechs Jahre, die an mir vorbeigerauscht sind mit einer Arbeitsintensität, die ich kaum für möglich gehalten hätte“ gestand er. „Aber das war auch dringend notwendig! Versetzten wir uns doch noch einmal in die Zeit vor sechs Jahren zurück: Können sie sich noch an den Zustand der Staatsstraße 2103 erinnern? Der Schlachthof stand kurz vor der Schließung. Die Stadt war mittendrin im Linienfindungsverfahren für eine Ortsumfahrung. Der größte Arbeitgeber war die Justizvollzugsanstalt Laufen-Lebenau. Und im Kinder- und Jugendbetreuungsbereich waren die Einrichtungen in Laufen alle in Provisorien untergebracht, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Von den meisten Punkten redet heute kein Mensch mehr- weil es schon wieder so selbstverständlich ist: Heute ist nicht nur das Linienfindungsverfahren abgeschlossen und auch der Vorentwurf ist bereits genehmigt. Der größte Arbeitgeber ist eine Privatfirma, die Firma Hörl. Wir haben eine neue Kinderkrippe und Kindergarten und Hort befinden sich im Bau, “ zählte Feil auf. 

„Er betonte aber auch: Eines ist aber völlig klar: Sechs Jahre reichen bei weitem nicht aus, um alles aufzuholen, was in Jahrzehnten nicht geschehen ist oder um Fehlentwicklungen zu korrigieren!“. Im Einzelnen ging der Bürgermeister noch auf weitere Punkte ein: Der Schlachthof wurde mit Hilfe der Metzger saniert und konnte sogar EU-zertifiziert werden, was damals niemand für möglich hielt. Laufen war eine der ersten Gemeinden, die sich gegen Gentechnik aussprach und vom Minister mit dem entsprechenden Sigel ausgezeichnet wurde. Die Stadt ist Mitglied im Biosphären-Reservat, was besonders der Landwirtschaft neue Fördermöglichkeiten eröffnet. „Wir haben aus Umweltgründen die Ortsteile Dorfen, Emmering und Haarmoos kanalisiert und sind zurzeit bei der Kanalisierung von Triebenbach, Niederheining, Gastag und Thannhausen- und das für sehr viel Geld!“ erinnerte Feil. 

Zukünftige Projekte

Natürlich kam auch das Thema Wasserqualität des Abtsdorfer Sees zur Sprache. Feil betonte, „Hier helfen keine Schuldzuweisungen wir müssen alle zusammen, die Bauern und die Fachbehörden mit der Stadt an einem Strang ziehen!“. Ausführlich ging er auch auf das Trinkwasser ein: Nach seinem derzeitigen Kenntnisstand, sei es durchaus möglich, dass die zusätzlich zu dem durch den eigenen Brunnen Lauterbrunn geförderten benötigte Wassermenge künftig von der Stadt Oberndorf zugekauft werde und vom Trinkwasser ergab sich eine Überleitung zum Hochwasser. 

Hier hofft Feil, dass mit den Sanierungsmaßnahmen zum Beispiel in der Steinernen Gasse auch ein Hochwasserschutz erreicht werden kann. 

Damit kam er zur Feuerwehr. Feil führte aus, weshalb ein Neubau des Feuerwehrhauses in Laufen nach reichlicher Prüfung als am sinnvollsten erscheint. Auch in Leobendorf liegt manches im Argen beim Feuerwehrhaus und letztendlich wird die Stadt nicht darum herum kommen, beide Ortsteile mit neuen Gebäuden auszustatten. Feil sprach aber noch ein weiteres Tehma an, das seiner meinung nach kaum wahrgenommen wurde: Die Polizeiinspektion Laufen sei nicht so fest in der Stadt verankert gewesen wie es den Anschein hatte. Das Dienstgebäude ist sehr marode und so gab es Überlegungen, die Inspektion an einen anderen Standort zu verlegen. Das konnte abgewendet werden. „Ich bin unserem ehemaligen Landtagsabgeordneten Roland Richter sehr dankbar, dass wir es gemeinsam geschafft haben, ein geeignetes Gebäude zu finden. Baubeginn wird mit großer Wahrscheinlichkeit im Jahr 2015 sein.“ 

Intensive Diskussionsrunde mit den Anwesenden

Natürlich gab es auch Fragen an den Bürgermeister: So wollte ein Besucher wissen, warum eine Partei dagegen sei, ein Grundstück in Niedervillern einem Investor zu überlassen. Feil erläuterte, es gebe einen Interessenten, der ein Einzelhandelsvollsortiment anbieten wolle, bestehend aus einem Schuhgeschäft sowie einem Drogeriemarkt und einem Textilgeschäft, aber keinem „Billigheimer“. Discounter hätten immer wieder nachgefragt aber das wolle die Stadt nicht. Beim vorgesehenen Fall wäre das anders. Man sollte, so Feil, überlegen, dass täglich 15.000 Autos auf der B 20 an der Stadt vorbei fahren von denen ein gewisser Anteil auch in Laufen halt machen und einkaufen würde. Feil stellte klar, dass der Stadtrat drüber entscheiden müsse. „Wir hören uns die Sache an, dann müssen auch die Behörden mitreden und genehmigen. Wir könnten das Geld gut gebrauchen angesichts der großen Ausgaben bei unseren Bauvorhaben. Außerdem entstünden 50 Arbeitsplätze.“ Der Bürgermeister konkretisierte den Ablauf: „Es ist zu prüfen, ob das Vorhaben machbar ist, dann kann eine Bürgerbeteiligung erfolgen. Natürlich sollen die Leute mitreden können.“ 

Franz Blaschke wollte Genaueres zum Wasser wissen und Feil beschied: „Es kann durchaus sein, dass wir uns für das Angebot von Oberndorf entscheiden, auch wenn wir dazu Investitionen tätigen müssen. Entscheidend ist das Verhältnis von Qualität zum Preis.“ Einer der anwesenden Bauern, Hans Aicher, rechnete und wollte wissen, wie es mit dem Wasserpreis steht. „Wir dürfen beim Wasser weder einen Gewinn noch einen Verlust machen“ erläuterte Feil. Das ist im Kommunalen Aufgabengesetz vorgeschrieben. Im vorletzten Kalkulationszeitraum hatten wir eine Unterdeckung. Die mussten wir in diesem Kalkulationszeitraum wieder reinholen, deshalb stieg der Preis so stark. Genau andersherum ist es bei den Müllgebühren gewesen. Da hatten wir eine Überdeckung und die Gebühren durch den Landkreis wurden gesenkt. So konnten wir die Müllgebühren fast halbieren. Wir lassen durch den kommunalen Prüfungsverband die Preise kalkulieren.“ Ein Besucher wollte zudem wissen, warum in Freilassing das Wasser billiger ist. „Das hängt immer von mehreren Faktoren ab, zum Beispiel vom Zustand der Rohrleitungsnetze“, erklärte Feil. Eine Flächengemeinde habe auch durch die Länge des Rohrleitungsnetzes wesentlich höhere Kosten, als eine Stadt mit verdichteter Wohnbebauung. 

Franz Judex sprach noch ein weiteres Thema an: Sein Ortsteil Kafling ist unter der Pettinger Vorwahl zu erreichen und die Internetverbindung oft schlecht. Der Bürgermeister will sich darum kümmern und lud ihn ins Rathaus zu einem Gespräch. 

Ein anders Problem sprach Bauer Christian Mühlfeldner an: „Wir haben auch mal eine Notschlachtung in der Nacht. Da ist kein Metzger zu erreichen.“ Ein Besucher hatte den pragmatischen Vorschlag: „Ruft doch die Polizei an, die ist immer da und kann Bescheid sagen!“. 

Schließlich appellierten sowohl Klaus Kalb als auch Hans Feil an die Gäste von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. „Wir brauchen eine bürgerliche Mehrheit im Stadtrat, um auf der Erfolgsspur zu bleiben. Wählen sie deshalb insbesondere die Kandidaten der CSU“ schloss Kalb.

Pressemitteilung CSU Laufen

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