Tourismus: Tauziehen um Verbands-Fusion

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Rosenheim/Traunstein - Die Fusion der Tourismus-Verbände aus Rosenheim und Traunstein scheint ein Jahrhundert-Projekt zu werden. Wir haben mit den Landräten gesprochen:

Mit der Kündigung des Geschäftsführers des Chiemgau Tourismusverbands, Michael Lücke, ist die Diskussion um den Zusammenschluss der Verbände aus Rosenheim und Traunstein wieder neu entflammt. Bereits 2011 sollte die Fusion über die Bühne gehen. Doch bis heute ist nichts passiert. An Begründungen für das bisherige Scheitern fehlt es den Landräten der beiden Landkreise nicht: Zum einen würden einige Gemeinden des südlichen Landkreises Traunstein nicht mitziehen. Zum anderen sei die Namensfindung für den neuen Verband ein großes Problem. Josef Neiderhell: "Wenn die Traunsteiner unbedingt darauf bestehen, dass der neue Verband 'Chiemgau Verband' heißen muss, dann kann ich das nicht mitmachen." Die Kündigung von Michael Lücke sei für ihn auch symbolisch. "Ich würde mir einen besser aufgestellten Verband in Traunstein wünschen", so Neiderhell.

Interview mit Josef Neiderhell

Traunsteins Landrat Hermann Steinmaßl sieht Lückes Kündigung nicht als Grund für ein Scheitern der Fusion: "Dann hätte ich bei jeder Änderung in der Geschäftsführung in Rosenheim sagen müssen: 'das ist ein Grund für ein Nicht-Zusammenkommen." Für ihn bedeute die Suche nach einer neuen Führungskraft sogar die Möglichkeit, dies gemeinsam zu tun. Eine Prognose, wann eine Fusion zustande kommen könnte, war Steinmaßl aber nicht zu entlocken: "Ich habe 2009 gedacht, dass wir am 01.01.2011 zusammenkommen. Das ist nicht zustande gekommen und jetzt wage ich keine Prognosen mehr."

Interview mit Hermann Steinmaßl

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © ps

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