Organspende: Bayern bundesweit an dritter Stelle

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Ein Organspender-Ausweis regelt, wer sich zur Spende bereit erklärt.

München/Frankfurt am Main - Bayern belegt in Sachen Organspende im bundeweiten Vergleich den dritten Platz. Dabei ist die Zahl der Spender im vergangenen Jahr nahezu konstant geblieben.

Die Zahl der Organspender in Bayern ist im vergangenen Jahr nahezu konstant geblieben. 2011 konnten die Ärzte bei 189 Menschen nach deren Tod lebenswichtige Organe entnehmen - das waren drei weniger als im Vorjahr. Das geht aus einer Untersuchung hervor, die die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) am Donnerstag in Frankfurt präsentiert hat.

Verglichen mit den Zahlen in ganz Deutschland ist die Situation im Freistaat damit recht gut. Auf eine Million Einwohner kamen in Bayern 15 Spender, in ganz Deutschland waren es 14,7. Im Vergleich mit den anderen Bundesländern steht Bayern an dritter Stelle.

Spitzenreiter sind Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit jeweils 19,1 Spendern pro einer Million Einwohner, gefolgt von Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit 16,9 Organgebern. Insgesamt wurden in Deutschland 4054 Organe gespendet - gegenüber 4326 im Jahr 2010.

Auf der Warteliste stehen bundesweit nach DSO-Angaben aber immer noch 12 000 Menschen. Transplantiert werden können derzeit Herz, Niere, Lunge, Leber, Bauchspeicheldrüse und Dünndarm.

Experten vermuten, dass die negative Entwicklung an der wachsenden Zahl der Patientenverfügungen liegen könnte. Immer häufiger würden diese eine Organspende ausschließen, weil der Patient sich nicht explizit dazu geäußert habe und gleichzeitig intensiv-medizinische Maßnahmen ablehne, berichtete die DSO. Eine solche Behandlung ist jedoch notwendig, um nach dem Hirntod eines Menschen die Körperfunktionen bis zur Entnahme der Organe aufrecht zu erhalten.

dpa

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