Umfrage der Initiative „Wir stehen Zusammen“

Was sagen Unternehmer und Mittelstand in der Region zu den Corona-Maßnahmen?

Die Unternehmerinitiative „Wir stehen Zusammen“ veranstaltete am 10. April eine Abstimmung, bei der Unternehmer aus den Landkreisen Rosenheim, Traunstein, Mühldorf, Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen ihre Meinung zu den geltenden Corona-Maßnahmen äußern konnten.

Pressemitteilung im Wortlaut

Rosenheim/Traunstein/Mühldorf/Miesbach - Die Unternehmerinitiative Wir stehen Zusammen veranstaltete am 10. April eine Versammlung zum Abgleich der Interessen und Haltung zu den Corona-Maßnahmen sowie einer Abstimmung von Gegenmaßnahmen. Versammelt waren Unternehmer aus den Landkreisen Rosenheim, Traunstein, Mühldorf, Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen.

Es herrscht breiter Konsens darüber, dass die von der Bundesregierung angestrebte Ausrichtung von Maßnahmen an Inzidenzwerten, verbunden mit einer massiven Ausweitung von Tests in Schulen und Firmen, zwangsläufig in einen langen Lockdown führen wird, unabhängig vom tatsächlichen Infektionsgeschehen. Die verringerte Testaktivität über Ostern und die daraufhin rapide sinkende Zahl des Inzidenzwerts, gefolgt von einer schlagartig steigenden Inzidenz mit Einsetzen einer größeren Zahl von Tests hat diese Dynamik anschaulich vor Augen geführt. Auch deshalb ist die geplante Erweiterung des Infektionsschutzgesetzes abzulehnen.

Es wird nachdrücklich gefordert, eine Öffnung der geschlossenen Betriebe des Groß- und Einzelhandels sowie der Gastronomie und Hotellerie unter Einhaltung der Abstands- und Hygienestandards von Oktober 2020 sofort zu ermöglichen. Diese Standards haben sich über Monate als wirksam erwiesen und sind unabhängig von Virusmutationen und Varianten anwendbar. Es ist keine Studie bekannt, die das Gegenteil behaupte oder beweise.

Jedoch ist bekannt, dass private Treffen mit unterschiedlich hoher Anzahl von Teilnehmern stattfinden, in privaten Räumen und ohne Hygienekonzepte. Insofern kann die verantwortungsvolle Öffnung der Gastronomie einen positiven Beitrag zur Verbesserung der Infektionslage beitragen, ein Fakt der seit Monaten missachtet wird.

Während der Versammlung wurde eine Umfrage unter den anwesenden Unternehmern durchgeführt. Bezüglich der wirtschaftlichen Lage der Unternehmen zeigte sich, dass sich 39% der Unternehmen in einer guten Lage befinden, 36% in einer angespannten Lage, 16% in einer sehr schwierigen und 9% in einer desaströsen Lage. Das Ergebnis unterstreicht, dass viele Unternehmer sich ohne wirtschaftliche Not allein aufgrund der katastrophalen Politik dazu aufgerufen fühlen, sich zu engagieren.

93% der befragten Unternehmer sehen die Problematik der gesellschaftlichen Spaltung durch das Test- und Impfgeschehen, befeuert durch ausgeübte Zwänge, berechtigte Vorbehalte der Bürger und die Diskussion über Impfprivilegien.

94% der befragten Unternehmer erklären, dass sie in Ihren Unternehmen wohl keine Testpflicht durchsetzen werden. 97% sprechen sich gegen die Durchsetzung einer Impfpflicht aus.

Gemeinsame Klagen gegen einzelne Elemente von Verordnungen oder ihren Grundlagen werden bereits geprüft und kurzfristig angestoßen. Darüber hinausgehende zivile Aktionen zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen und sozialen Ordnung unterstützen die Unternehmer und werden sich diesen vermehrt anschließen.

Der Offene Brief der Initiative wurde bereits von 3.069 Unternehmern unterzeichnet, die repräsentierte Zahl an Arbeitsplätzen summiert sich auf 36.905. In den Landkreisen Rosenheim und Miesbach haben 1195 Unternehmer den Aufruf unterzeichnet. Über die Website https://wir-stehen-zusammen.com/ informiert der Unternehmerkreis über gemeinsame Aktionen und fordert weitere Unternehmer regional und überregional zum Vernetzen, Handeln und Mitmachen auf.

Pressemitteilung der Initiative „Wir stehen Zusammen“

Rubriklistenbild: © Arne Dedert

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