Winter: "Nix Gwiss woass ma ned"

Landkreis - "Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder bleibt wie's ist." - Diese Bauernregel trifft derzeit auf die Prognosen der Meteorologen für den kommenden Winter zu.

"Nix Gwiss woass ma ned", würde der Bayer sagen und hätte in diesem Fall absolut Recht. Die einen prophezeihen den härtesten Winter seit 1000 Jahren, die anderen rechnen mit einer milden kalten Jahreszeit.

"Das wären reine Spekulationen", antwortet Diplom-Biologe Helmut Franz auf Nachfrage von BGLand24, wie denn jetzt der Winter werde. Franz betreut als Forschungskoordinator die Klimastationen im Nationalpark Berchtesgaden. "Dort zeichnen wir zwar die aktuellen Wetterdaten auf", erklärt Franz. "Allerdings nutzen wir sie rein für die Klimaforschung."

Seit 1983 werden die Klimadaten im Nationalpark Berchtesgaden aufgezeichnet. Früher mechanisch, jetzt automatisch. 14 Klimastationen liefern ihre Daten täglich. "Ein Vergleich, wie war es vor zehn Jahren um diese Zeit, wäre schon möglich", erklärt der Diplom-Biologe seine Arbeit. "Wir wollen aber den Klimawandel beobachten und kein neuer Wetterdienst werden."

In Sachen Klimawandel gibt Helmut Franz dann doch noch eine Prognose bezüglich Schnee ab: "Die Schneedecke wird sich ändern. Das heißt, in den tieferen Lagen wird es kaum mehr Schnee geben, nur Regen. Ab 1500 Meter dagegen wird es dagegen mehr Schnee geben."

Da sich der Klimawandel bekanntlich langsam bemerkbar macht, ist auch nicht klar, wann genau diese Prognose wirklich eintritt. Allerdings wird sie von Jahr zu Jahr mehr zu spüren sein.

Christine Zigon

Quelle: rosenheim24.de

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