Seehofer und CSU uneins wegen Studiengebühren

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Während Horst Seehofer die Studiengebühren auf den Prüfstand stellen will, spricht sich die Landtags-CSU für die Beibehaltung aus.

München - Die Landtags-CSU will die Studiengebühren an Bayerns Hochschulen beibehalten. Damit stellt sich die Partei gegen einen Vorstoß des Ministerpräsidenten Horst Seehofer.

Die Landtags-CSU will die Studiengebühren an Bayerns Hochschulen beibehalten. Die Abgeordneten stellten sich am Mittwoch gegen einen Vorstoß von Ministerpräsident Horst Seehofer (SCU), der die Gebühren auf den Prüfstand stellen will. “Die CSU-Fraktion wird an den Studienbeiträgen festhalten“, sagte der Fraktionsvorsitzende Georg Schmid der dpa. Seine Partei habe die Studienbeiträge sozial ausgestaltet. Die Fraktion habe das Thema jahrelang intensiv diskutiert. “Wir müssen dabei auch auf die Gleichbehandlung mit dem Mittelstand achten“, sagte Schmid. “Ein Handwerker muss für seine Meisterausbildung erhebliche Mittel aufwenden.“

Auf einer Linie mit Seehofer ist die CSU-Fraktion in der Frage, dass die Verwendung der Studienbeiträge überprüft werden soll. “Die Hochschulen müssen die Mittel schnell und sinnvoll zum Wohle der Studenten einsetzen“, sagte Schmid. Die Einnahmen dürften nicht auf dem Konto liegen. Hintergrund ist, dass die Hochschulen in den ersten Jahren nach der Einführung der Studiengebühren hohe Millioneneinnahmen aus den Gebühren gespart hatten, statt sie wie vorgesehen schnell für die Verbesserung der Lehre auszugeben.

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