Hoeneß-Erpresser versuchte mit Radl zu flüchten

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Bad Wiessee/München - Ein Erpresser forderte einen sechsstelligen Schutzgeld-Betrag von Uli Hoeneß: Er drohte, Einfluss auf die Inhaftierung des Fußball-Managers zu nehmen.

Eine versuchte Erpressung zum Nachteil von Herrn Ulrich Hoeneß endete am Samstagabend, 10. Mai 2014, mit der Festnahme eines Tatverdächtigen. Zivilkräfte der Polizei nahmen einen 50-Jährigen bei der geplanten Geldabholung in München-Sendling fest. Die Einsatzleitung lag beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd, die kriminalpolizeiliche Sachbearbeitung wird von der Kriminalpolizeistation Miesbach in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft München II geführt.

Am Samstag, 10. Mai 2014, ging ein mehrseitiges Erpresserschreiben mit der Post bei dem Geschädigten, Herrn Ulrich Hoeneß, in Bad Wiessee ein. Von der Familie Hoeneß wurde sofort die Polizei eingeschaltet, das Schreiben wurde der Polizeiinspektion Bad Wiessee übergeben.

In dem Erpresserschreiben werden Herrn Hoeneß für seine bevorstehende Strafhaft erhebliche Schwierigkeiten angedroht. Dabei gibt der Verfasser des Briefes an, er habe Einfluss auf den Haftverlauf, egal in welcher bayerischen Justizvollzugsanstalt die Haft verbüßt werden müsse. Diesen Schwierigkeiten könne Herr Hoeneß durch die Zahlung eines sechsstelligen Bargeldbetrages aus dem Weg gehen.

Gegen 20.45 Uhr nahmen Zivilkräfte der Polizei in München-Sendling einen 50-jährigen Tatverdächtigen aus München bei der vereinbarten Geldübergabestelle fest. Beim Fluchtversuch mit einem Fahrrad stürzte der Mann alleinbeteiligt. Zur ärztlichen Versorgung wurde er unter polizeilicher Begleitung vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus eingeliefert.

Die weiteren Ermittlungen werden durch die Staatsanwaltschaft München II und die Kriminalpolizeistation Miesbach mit Unterstützung von Kriminalbeamten des Polizeipräsidiums München geführt. Die Staatsanwaltschaft stellte Haftantrag wegen versuchter Erpressung, der Ermittlungsrichter gab dem statt. Der 50-Jährige sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Nach wie vor ist unklar, in welcher Justizvollzugsanstalt Uli Hoeneß seine Haftstrafe verbüßen muss. Zuletzt kam auch die JVA Bernau ins Gespräch.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

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