RAG will Aufklärung und Transparenz

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Wien/Bad Endorf - Es gibt heftigen Widerstand gegen die geplanten Ergdas-Bohrungen in Mauerkirchen. Jetzt setzt sich die Betreibergesellschaft RAG Austria zu Wehr:

Anlässlich der aktuellen Medienberichterstattung nimmt die RAG zu verschiedenen Bedenken wie folgt Stellung:

Vorwurf 1: Mit den geplanten Bohrungen werden giftige Substanzen aus dem Erdreich zutage gefördert.

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In den geologischen Zielgebieten der oberösterreichischen und bayerischen Molasse befinden sich hauptsächlich Tone, Tonmergel, Sandsteine und Konglomerate. Das dabei anfallende Bohrgestein kann daher großteils über konzessionierte Unternehmen einer Wiederverwendung (z.B. Zementindustrie) zugeführt werden. Der Rest wird durch hierfür eigens konzessionierte Unternehmen unter Anwendung der geltenden Vorschriften und Richtlinien abtransportiert und entsprechend gelagert.

Der Umgang mit dem erbohrten Gestein ist für uns besonders wichtig, da anhand des anfallenden Bohrgutes der mehrere Millionen Jahre zurückliegenden Sedimentationsprozess nachvollzogen werden kann. Bestimmte Bereiche werden daher „gekernt“, das heißt es werden Bohrkerne entnommen, die dann als wichtige Informationsträger für die Zukunft in speziellen Kernhäusern zur Einsicht gelagert werden.

Vorwurf 2: Durch die geplanten Bohrungen drohen Gefahren für Natur und Umwelt.

Es bestehen keine Gefahren. Unser Grundsatz „Höchste Sicherheit unter allen Umständen“ hat sich bis heute bewährt. Die RAG fördert das wertvolle heimische Gas nach den allerhöchsten Sicherheits- und Umweltstandards, darauf kann man sich seit Jahrzehnten verlassen. Die von uns verwendeten Techniken und Materialien sind von höchster Qualität und unterliegen modernsten Sicherheitsstandards. Für alle Projekte gibt es sehr strenge und genaue Vorschriften der Behörden, die wir erfüllen.

Wir betonen nochmals, dass kein Fracking zum Einsatz kommen wird. Es wird nur konventionelle Bohr- und Fördertechnologie zum Einsatz kommen, wie sie in der Region schon vielfach angewendet wurde. Zudem werden weder das Wasser des Langbürgner Sees noch grundwasserführende Schichten durch die Bohrung beeinträchtigt. Im Zuge des Genehmigungsverfahrens werden alle natur- und wasserschutzrechtlichen Fragen von den zuständigen Fachbehörden geprüft.

Vorwurf 3: Gegen den Vorstandsvorsitzenden der RAG ist Strafanzeige wegen Betrugs gestellt worden, womit die Zuverlässigkeit der RAG in Frage gestellt ist.

Die RAG hat bisher keine offizielle Kenntnis von einer Strafanzeige. Die RAG hat ihre Zuverlässigkeit und Dialogbereitschaft in den vergangenen Monaten wiederholt unter Beweis gestellt. Mit der Entscheidung für den alternativen Standort hat die RAG das Versprechen eingelöst, einen Bohrstandort zu finden, der den Bedenken der Bürgerinitiative Rechnung trägt, die Anfang des Jahres geäußert wurden. Diese Bedenken hat die RAG sehr ernst genommen und für die geplante Probebohrung im Landkreis Rosenheim, wie im Mai beim runden Tisch in Rosenheim mit Bürgern, kommunalen Vertretern und Bergamt vereinbart, einen alternativen Bohrstandort gesucht und nun gefunden.

Um interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Medien kontinuierlich und umfassend über die geplante Erdgas-Bohrung in Mauerkirchen zu informieren, hat die RAG eine Website eingerichtet. Diese unterrichtet über den aktuellen Stand, enthält alle Informationen zum Bohrprojekt, zur Bohrlokation und zur Geologie vor Ort. Darüber hinaus liefert sie Hintergrundinformationen zur Tradition von Erdgasförderung in Bayern: http://www.rag-austria.at/unternehmen/international-business/deutschland.html

Vorwurf 4: Bezüglich der Genehmigung von Bohrungen in Naturschutzgebieten besteht Klärungsbedarf.

Ein Naturschutzgebiet befindet sich an der Erdoberfläche. Wenn bei der geplanten Bohrung die Grenzen des Naturschutzgebietes unter der Erdoberfläche erreicht werden, geschieht dies in einer Tiefe von bereits über 1.000 Metern.

Das Grundstück, von dem aus die geplante Bohrung durchgeführt werden soll, befindet sich in einer Entfernung von ca. 700 Metern zum Naturschutzgebiet und ca. 1,2 Kilometer zum Langbürgner See. Ein weiterer Vorteil des Grundstücks ist dessen uneinsehbare Lage und Abgelegenheit. Das nächste Wohngebäude befindet sich etwa 500 Meter entfernt. Nach intensiven Bemühungen ist damit ein Alternativstandort gefunden, der den Bedenken von Bürgern und Anrainern Rechnung trägt.

Das Unternehmensportrait der RAG

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Die RAG Rohöl-Aufsuchungs Aktiengesellschaft ist das traditionsreichste Explorations- und Produktionsunternehmen Österreichs. Kerngeschäft ist die Aufsuchung und Förderung von Öl und Gas, sowie die Speicherung von Gas. Die RAG betreibt in Joint Ventures mit Gazprom und Wingas den Erdgasspeicher Haidach (Salzburg/OÖ) und gemeinsam mit E.ON Gas Storage den Speicher 7Fields (Salzburg/OÖ). Mit einer Speicherkapazität von nunmehr insgesamt rund fünf Mrd. Kubikmeter leistet die RAG mit eigenen Speichern und als technischer Operator einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit Österreichs und Mitteleuropas. Die Bevorratung von Rohöl als Pflichtnotstandsreserve, der Erdgashandel und Transport sowie Projekte im Bereich erneuerbarer Energien runden unsere Geschäftsfelder ab. Seit Bestehen des Unternehmens hat die RAG mehr als 15 Millionen Tonnen Rohöl und mehr als 24,5 Milliarden m³ Erdgas gefördert. Die Aufsuchungs- und Fördergebiete der RAG konnten in den letzten Jahren erweitert werden. RAG ist außerhalb Österreichs in Deutschland, Ungarn, Polen und der Ukraine tätig.

Pressemeldung RAG Austria

Quelle: rosenheim24.de

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