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Exklusiver Wetterbericht für die Region

Wie schlimm werden die Unwetter in der Region?

exklusive wetterkarte der region für das wochenende 19./20. Juni
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Es bleibt sommerlich, es drohen aber die ersten, heftigen Gewitter des Jahres.

Der Sommer hat in Deutschland Einzug gehalten, und auch wir in Südostbayern durften die ersten richtig heißen Tage des Jahres erleben. Vom Badespaß am Badesee, über einen Biergartenbesuch bis hin zur abendlichen Grillsession, hat man die Freuden des Sommers diese Woche wieder genießen können. Aber am Wochenende zeigt der Sommer auch seine andere Seite.

Update, 20. Juni, 11.53 Uhr - Wetterlage am Sonntag

Heute kann man wieder sehen, dass oft Kleinigkeiten große Dinge verändern können. So hat sich wegen der gestrigen Gewitter im Westen Deutschlands die Unwettersituation am heutigen Sonntag ebenfalls verändert. Der Bereich, der von den heftigsten Erscheinungen getroffen wird, wird nicht mehr so groß sein, als er gestern noch berechnet wurde.

Die erste Front der momentanen Unwettersituation, die gestern über den Westen Deutschlands und Benelux gezogen ist, hat nämlich viel Energie aus den Luftmassen genommen. In 1500 m Höhe ist zum Beispiel die Temperatur im Osten Deutschlands heute um 5 Grad niedriger, als es noch die letzten Tage berechnet wurde. Das nimmt den heutigen Gewittern natürlich deutlich an Energie.

Nichts desto trotz ist genug Power vorhanden um im Süden schwere bis schwerste Entwicklungen möglich zu machen. Denn der Südosten Deutschlands liegt noch immer unter einer Warmluftblase, die dort und im Südwesten die Gewitter mit ausreichend Energie versorgen wird. Im Laufe des Sonntagnachmittag wird sich also unter anderem deshalb in Baden-Württemberg die nach gestern zweite kräftige Frontlinie entwickeln und im Laufe des Abends nach Nordosten ziehen, diese wird allerdings nicht mehr so weit nach Nordwesten und Südosten ausgreifen wie es die Modelle gestern noch gezeigt haben. Zudem werden die Gewitter deutlich später eintreffen als es die letzten Tage noch berechnet wurde.

Für uns in der Region bedeutet das jetzt zusammengefasst, dass wahrscheinlich die Region südöstlich der Isar von den schwersten Gewittern verschont bleibt. Allerdings heißt das nicht, dass der komplette Südosten ganz außen vor ist. Auch südöstlich von Isar und Donau können sich noch kräftige Gewitter bilden, die aber nicht mehr so organisiert sind.

Nordöstlich der Linie München-Landshut-Deggendorf sind allerdings sehr heftige Entwicklungen mit Orkanböen und Downbursts möglich. Dort hat die Luftmasse auch weiterhin das Potenzial eventuell sogar einen Tornado entstehen zu lassen. Zudem muss dort auch mit sehr hohen Niederschlagsmengen in kurzer Zeit gerechnet werden.

Update, 15.07 Uhr - Mögliche Schwergewitterlage am Sonntag

Am Sonntag erwartet uns möglicherweise eine Schwergewitterlage. Vor den Gewittern erreichen die Temperaturen nochmals Werte von bis zu 34 Grad an Inn, Isar und Donau. Zudem ist es extrem schwül. Zum Nachmittag hin wird die Luft immer labiler. Dadurch bildet sich eine organisierte Gewitterlinie aus, die die Region von West nach Ost voraussichtlich in den Abendstunden überquert. Neben sintflutartigen Regenfällen mit bis zu 50l in der Stunde, kann es auch zu Hagel mit Korngrößen um die 5 cm kommen. Die größte Gefahr wird aber vom Wind ausgehen.

Die Modelle berechnen sogenannte Downbursts, bei denen Windgeschwindigkeiten von über 140km/h auftreten können. Zudem ist aufgrund der Windscherung das Tornadorisiko in einem Streifen von Ingolstadt über Landshut in den Passauer Raum deutlich erhöht, aber auch in unserer Region könnten sich diese entwickeln. Diese extreme Stärke der Gewitter wird nur lokal auftreten. Nichtsdestotrotz ist morgen ab den Mittags- bzw. Nachmittagsstunden erhöhte Vorsicht geboten, denn morgen wird es voraussichtlich viele und nicht nur wenige treffen.

Vorbericht

Des einen Freud, des anderen Leid: Sonne und Temperaturen von örtlich weit über 30 Grad machten manchem Probleme, so kam es häufig zu Sonnenbrand, Sonnenstichen oder Kreislaufproblemen. Im Südosten konnten wir uns aber noch über kühle Nächte freuen, die ein ordentliches Durchlüften der Wohnung ermöglicht haben. Andere Regionen Deutschlands allerdings hatten es schon mit den ersten Tropennächten mit Tiefsttemperaturen über 20° und sehr hoher Luftfeuchtigkeit zu tun.

Heftige Unwetterlage am Sonntag: „Das hat das Potenzial für Downbursts oder sogar Tornados.“

In der Region werden die Nächte zwar auch noch angenehm temperiert bleiben, die Schwüle wird in den nächsten Tagen aber immer drückender werden. In dieser tropischen Luftmasse entstehen am Samstagabend die ersten Gewitter, bevor wir es dann im Laufe des Sonntags mit einer heftigen Unwetterlage zu tun bekommen. Auch Meteorologe Kai Zorn ist beunruhigt: „Die ruhigen, sonnigen und heißen Hochsommertage werden spektakulär zu Ende gehen mit einer möglichen Unwetterfront am Sonntag.“

Er warnt auch davor, dass sich aus dieser Konstellation ein richtiges „Monster“ entwickeln könnte. „Im Osten [vor den Gewittern] haben wir östliche bis südöstliche Winde die in diese Gewitterzone rein laufen, auf der anderen Seite ziemlich böigen West- bis Nordwestwind. Da kann es zu einer Windscherung kommen und es ist eine irre Unwettergefahr, die sich da auftut.“ Die feuchtheiße Luftmasse ist zudem sehr energiegeladen, was im Zusammenspiel mit der Kaltfront zu sehr schweren Gewittern führen kann.

Auch unsere Wetterpartner von www.der-himmel-im-suedosten.de sind beunruhigt: „Die Unwettergefahr am Sonntag ist nicht zu unterschätzen. Es kann sich durchaus eine geschlossene Gewitterlinie bilden, die neben Platzregen und Hagel auch noch andere Gefahren mit sich bringen könnte. Ohne Panik schüren zu wollen, aber diese Ausgangslage hat das Potenzial für die Bildung von Downbursts (äußerst starken Fallböen) oder sogar Tornados.

Die Aussichten für die Region

  • Samstag, 19. Juni: Der Samstag zeigt sich sommerlich, in den Landkreisen Mühldorf und Altötting sollte es strahlend sonnig werden. Entlang der Alpen entstehen im Verlauf des Tages Quellwolken, die später auch örtlich Schauer und Gewitter bringen können. Punktuell können schon diese unwetterartig ausfallen. Die Temperaturen steigen auf hochsommerliche 28 Grad in Traunstein und dem Berchtesgadener Land. Bis 29 Grad erreichen wir in denn anderen Landkreisen. Nachts können weitere Gewitter noch durchziehen. Die Temperaturen sinken auf 17 Grad im Berchtesgadener Land, 18 Grad in den Kreisen Rosenheim und Traunstein und bis 19 Grad im Landkreis Mühldorf und Altötting.
  • Sonntag, 20. Juni: Am Sonntag wird uns dann die erste richtig heftige Unwetterlage des Jahres bevorstehen. Davor sollte der Tag aber erstmal mit einem leicht bewölkten bis wolkenlosen Himmel beginnen. Die Temperaturen steigen kräftig auf Werte zwischen 32 Grad im Landkreis Traunstein, 33 Grad im Berchtesgadener Land, Mühldorf und Rosenheim und bis zu 34 Grad im Landkreis Altötting. Dazu wird es drückend schwül. Im Laufe des Tages ziehen dann von Westen her Gewitter auf, die sich wahrscheinlich organisieren und durch Platzregen, Sturm- oder Orkanböen bzw. Downbursts und Hagel zu heftigen Unwettern werden. Nachts bzw. nach der Front gehen die Temperaturen auf 16 Grad im Landkreis Traunstein und dem Berchtesgadener Land, 17 Grad im Kreis Rosenheim, 18 Grad in Altötting und 19 Grad Mühldorf zurück.
  • Montag, 21. Juni: Die schweren Unwetter sind nach Osten abgezogen und es wird heiter bis wolkig. In der schwül-warmen Luft bilden sich aber schon bald wieder Wolken, die im Tagesverlauf wieder zu Schauern und Gewittern führen, die Unwetterlage sollte aber erstmal gebannt sein, so dass wir es mit „normalen“ Sommergewittern zu tun bekommen. Es geht bei den Temperaturen vorerst sommerlich weiter, die Werte steigen auf 30 Grad im Landkreis Traunstein und Mühldorf und 31 Grad in den übrigen Kreisen. Die Nachttemperaturen gehen auf 16 bis 17 Grad zurück.
  • Dienstag, 22. Juni: Der Dienstag wird wohl aus heutiger Sicht eher etwas kühler verlaufen, allerdings weiterhin sommerlich. Die Temperaturen steigen auf 24 bis 25 Grad. Zudem sind über den Tag verteilt Regenschauer und Gewitter möglich. In der Nacht gehen die Temperaturen auf 16 bis 17 Grad zurück.

Die weiteren Aussichten

Die ruhigen Hochsommertage sind vorerst vorbei. Auch am Mittwoch und Donnerstag werden wir im Tagesverlauf immer wieder mal Schauer und/oder Gewitter bekommen. Die Temperaturen sind bei angenehmen 20 bis 25 Grad. Und auch danach wird es moderat temperiert mit wechselhaften Wetter weitergehen. Nach derzeitigen Berechnungen werden wir solche Hitzetage, die wir bis jetzt hatten, bis Ende Juni nicht mehr bekommen.

si

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