"Faceshields" gegen die Coronakrise

Das steckt hinter der Idee zweier Wasserburger Brüder 

Arne und Ben Schenk aus Wasserburg drucken mit ihrem 3D-Drucker Gesichtsschilder gegen COVID-19. 
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Arne und Ben Schenk aus Wasserburg drucken mit ihrem 3D-Drucker Gesichtsschilder gegen COVID-19. 

Wasserburg - Um sich vor Ansteckungen mit dem Corona-Virus zu schützen, wurden die Brüder Arne und Ben Schenk erfinderisch: Die beiden Schüler des Luitpold Gymnasiums drucken auf ihrem 3D-Drucker Gesichtsschilder. Ganz nebenbei unterstützen sie mit ihrer Idee rumänische Waisenkinder. 

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Der Gedanke "Faceshields" zu produzieren sei durch den Input einer Wasserburger Ärztin gekommen - einer Freundin der Familie Schenk. Nach anfänglichen Problemen mit der richtigen Materialauswahl - Folien aus PET erwiesen sich beim Tragen beispielsweise auf die Dauer als zu schwer - waren durch viel Ausprobieren und mit Unterstützung des Kopier- und Druckstudios Wasserburg bald die richtigen Lösungen gefunden


"Als wir uns den 3D-Drucker Prusa Research gekauft haben, dachten wir anfangs natürlich an andere Projekte. Aber jetzt macht uns die Produktion der 'Faceshields' richtig Spaß - und sie ist in der derzeitigen Corona-Krise auch noch sinnvoll", freuen sich die Brüder. 

Hoher Tragekomfort und leichtes Gewicht

Die Gesichtsschilder aus dem 3D-Drucker seien bereits in mehreren Arztpraxen im Einsatz. Einer der großen Vorteile sei es, dass die Gesichtsschilder problemlos mit Brille und Atemschutzmaske getragen werden können. "Darüber hinaus sehen sie ziemlich cool aus und verursachen bei den Tragenden kein Unbehagen. Sie zeichnen sich durch einen hohen Tragekomfort und ein leichtes Gewicht aus, passen sich flexibel an die individuelle Kopfform an ohne den Abstand zwischen Schild und Gesicht zu verändern", beschreiben die Wasserburger Jungs ihr Produkt. Auch für jeden anderen Bereich, in dem sich Menschen auf begrenztem Raum begegnen seien die Schilder geeignet - oder auch für denjenigen, die sich für einen fairen Preis einfach nur vor Tröpfchen-Infektion schützen wollen. "Faceshields" seien allerdings keine offiziell oder medizinisch getesteten, geprüften oder zugelassenen Schutzprodukte, mahnen die Brüder.


Das "Faceshield" gibt es je nach Verfügbarkeiten in verschiedenen Farben: Von blau, über grün bis hin zu orange und rot.

 Bei der Herstellung verwenden die Brüder lebensmittelechte und desinfizierbare Materialien wie das 3D-Druckmaterial PETG oder Knopflochgummibänder. Arne und Ben Schenk achten auch darauf, dass sie den größten Teil des Materials über den Wasserburger Einzelhandel besorgen. So können sie lokale Läden wie "La Stoffa" unterstützen

Mehr Informationen über die Gesichtsschilder und die Vermarktung gibt es auf der Website, die die beiden Schüler eigens erstellt haben. Ab einer Einzelstückzahl von 7,60 Euro können die Produkte der Wasserburger Buben bestellt werden. Die Einnahmen werden nach Abzug der Selbstkosten vollständig an den Verein "Hilfe für rumänische Waisenkinder e.V." gespendet. 

"Uns ist es absolut wichtig, dass durch die Abgabe der 'FACEshields' ausschließlich unsere Herstellungskosten gedeckt werden", betonen die Brüder. "Wenn jemand etwas mehr geben mag, sammeln wir dies gerne als Spende für die rumänischen Waisenkinder. Als Gastbrüder wissen wir um deren Not." 

mb

Quelle: wasserburg24.de

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