Gemeinsamer Klinik-Neubau: Exklusiver Einblick ins Innenleben

21.000 Kubikmeter Beton stecken in Wasserburgs Großbaustelle 

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Dr. Stefan Piehler, kaufmännischer Leiter des kbo-Innsalzach-Klinikums Wasserburg am Inn, gab wasserburg24. einen ersten Einblick in den frisch fertiggestellten Rohbau des Klinik-Komplexes. 
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Wasserburg - Jeden Tag wächst die Großbaustelle und verändert das Gesicht des gemeinsamen Neubaus der RoMed-Kliniken und des kbo-Innsalzach-Klinikums (ISK) ein bisserl mehr. Anfang Dezember wurde der Rohbau fertig, als nächstes wird der Innenausbau angepackt. Ein Rundgang über die Baustelle offenbart einen ersten Einblick ins Innere des künftigen Klinikomplexes. 

21.000 Kubikmeter Beton und knappe 4.000 Tonnen Bewehrungsstahl wurden in der Baustelle auf dem Gelände des Innsalzach-Klinikums verbaut. Die Rohbauarbeiten seien seit 4. Dezember abgeschlossen, wie Franz Huber, Bauleiter der Firma Großmann bestätigen kann: "Von uns arbeiten 120 Mann auf der Baustelle. Die erste Bodenplatte haben wir Mitte April betoniert, die Bauteile B und E sind rohbautechnisch fertig. Aktuell arbeiten wir auf der Ebene 4. Die Ebene 5 sowie 6, die als letztes unter dem Dach für Technikräume gebaut wird, fehlen noch." 

Das erste Stockwerk soll noch bis Weihnachten abgeschlossen werden, das zweite Stockwerk wird im Frühjahr angegangen. 

Die Fertigstellung des Rohbaus habe man Dr. Stefan Piehler zufolge mit einem kleinen Fest bereits im Inneren der Großbaustelle zusammen mit den Arbeitern gefeiert. Freilich mit einer Heizanlage, denn auf der Baustelle sei es Bauleiter Huber zufolge zeitenweise schon zapfig: "Am frühen Morgen haben wir schon Minusgrade, kälter darf es nicht mehr werden, sonst zwingen uns die Temperaturen kürzer zu treten. Noch ist aber alles im grünen Bereich." 

Mehr als im grünen Bereich sei laut Dr. Piehler, kaufmännischer Leiter des kbo-Innsalzach-Klinikums, auch der zeitliche Rahmen: "Die Zusammenarbeit auf der Großbaustelle läuft sehr gut. Mit der Fertigstellung des Rohbaus haben wir jetzt ein halbes Jahr wieder hereingeholt von dem verlorenen Jahr der Aufschüttungen." 

Exklusiver Einblick ins Innenleben des Klinik-Komplexes

Um die fünf riesigen Kräne wuseln unzählige Bauarbeiter, hier und da tuckert ein Bagger vorbei. Es hat sich einiges getan in den vergangenen Monaten und seit des hohen Besuchs von Ministerpräsident Markus Söder bei der Grundsteinlegung

Das Schild für den Hubschrauberlandeplatz östlich der B15 ist bereits montiert. Aktuell erfolgen Renaturierungsarbeiten und Baumpflanzungen für den künftigen Park. Vor allem der Klinik-Komplex wächst in die Höhe. Im Inneren des Rohbaus wird gerade an den Fensterrahmen gearbeitet. Bis Ende des Jahres soll die Baustelle noch Fenster bekommen, wie Dr. Piehler weiter erläutert. Dann kann mit dem Innenausbau begonnen werden.

Sonnendurchflutete Zimmer gen Süden 

Die Patientenzimmer und Arztpraxen im Erdgeschoss, der Ebene 1, wie sie später heißen wird, zeigen nach Süden und bieten einen wunderbaren Bergblick. "Es war uns wichtig, dass die Zimmer sonnendurchflutet werden und das Konzept der Architekten geht auf", freut sich Dr. Piehler und lässt den Blick über die aktuell noch grauen Betonwände der künftigen Klinik schweifen. 

Inzwischen kann man sich ein Bild davon machen, wo die Patientenzimmer und die der praktizierenden Ärzte und Therapeuten entstehen und wo die Aufenthaltsräume für die Patienten: "Wir schaffen bewusst Gemeinschaftsräume, um die Patienten aus den Zimmern zu holen", betont Dr. Piehler. Die Cafeteria, die das kbo-Innsalzach-Klinikum mit der RoMed-Klinik verbindet, lässt sich bereits erahnen. Dahinter entsteht der Andachtsraum. 

So soll der neue Klinik-Komplex aussehen. 

Bis das 240-Millionen-Euro-Projekt endgültig fertig gestellt sein wird, wird es wohl bis 2025 dauern, bezugsfertig sein wird der Neubau vermutlich Ende 2021. Insgesamt entstehen 40.000 Quadratmeter Nutzfläche. In dem Klinik-Komplex werden mehr als 900 Betten beinhaltet und rund 1.500 Arbeitsplätze gesichert.

mb

Quelle: wasserburg24.de

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