Warnung vor gefälschten 500 Euro Reiseschecks

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München – Ein lukratives Angebot erhielten einige ahnungslose Bürger, als sie in verschiedenen Internetforen lediglich ihre privaten Kontakte pflegen wollten.

Sie bekamen Post von einem unbekannten E-Mail-Absender, der um die Übersendung von privaten Fotoaufnahmen bat. Dabei spiegelte er vor, dass das Fotomaterial für eine gewinnbringende Werbekampagne vorgesehen sei, von der der User finanziell profitieren könne.

Geht der User auf dieses Angebot ein, bekommt er auf dem Postweg einen oder mehrere American Express-Reiseschecks zugeschickt. Die Schecks haben einen aufgedruckten Nominalwert von je 500 Euro. Doch Achtung! Es handelt sich dabei um Totalfälschungen. Der Empfänger erhält zusätzlich die Anweisung, die Reiseschecks bei einer Bank einzutauschen und einen Teilbetrag per „Western Union“ an den Ab- sender zurückzuschicken. Den Restbetrag – meist 20 Prozent des nominalen Scheckwerts – dürfe die Person als „Entlohnung“ behalten.

Die erfundenen Geschichten, mit denen die Betrüger die Geschädigten zum Eintauschen der Schecks bewegen wollen, sind vielseitig: Von der Anwerbung für Modelauftritte, der Auftragsvergabe im Kosmetikbereich bis hin zu Anbahnungsversuchen scheinbar kontaktfreudiger Singles, die um eine Finanzspritze bitten, sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt.

Das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) hat in den letzten Monaten einen signifikanten Anstieg dieser Fälschungs- und Betrugsmasche registriert. Die Ermittlungen werden häufig dadurch erschwert, dass die Täter im Ausland sitzen und unter verschiedenen Scheinidentitäten agieren.

Unangenehme Folgen für die Geschädigten

Löst der Geschädigte die gefälschten Schecks bei einer Bank ein, begibt er sich in die Gefahr der Strafverfolgung wegen Geldfälschung oder Inverkehrbringen von Falschgeld. In jedem Fall wird der Geschädigte auf dem per „Western Union“ überwiesenen Geldbetrag sitzen bleiben, da die scheckeintauschende Bank bei Be- kanntwerden der Fälschung unverzüglich Rückforderungen an den Geschädigten stellen wird.

Das Bayerische Landeskriminalamt warnt deshalb:

  • Gehen Sie nicht auf Anbahnungsversuche in Internetforen ein, bei denen Ihnen für scheinbar einfache Dienstleistungen eine Vergütung mit Reiseschecks angeboten wird.
  • Versenden Sie keine persönlichen Daten (Adresse, Fotos, etc.) an E-Mail- Adressen, die Sie nicht kennen.
  • Beziehen Sie Reiseschecks ausschließlich über autorisierte Stellen wie z.B. Banken oder Sparkassen.
  • Prüfen Sie Reiseschecks, die Sie von Privatpersonen oder nicht autorisierten Stellen erhalten haben, unbedingt auf Echtheit!

Das sind die Sicherheitsmerkmale von Reiseschecks:

1. Sicherheitsfaden: Ein metallischer Sicherheitsfaden mit der Inschrift des aus- stellenden Instituts ist im Reisescheck eingebettet. Er kann deutlich von bei- den Seiten gesehen werden, wenn er gegen das Licht gehalten wird.

2. Wasserzeichen: Wenn der Reisescheck gegen das Licht gehalten wird, ist das Wasserzeichen von beiden Seiten deutlich zu erkennen.

3. Hologramm: Wenn es gekippt wird, zeigt das Hologramm wechselnde Bilder von Währung, Stückelung und Logos. Darüber hinaus ist ein wechselnder Farbschimmer erkennbar.

4. Wischtest: Die beiden linken Nennwertfelder auf der Rückseite des Rei- seschecks verwischen, wenn sie angefeuchtet werden. Bei den rechten Fel- dern ist dies nicht der Fall. Dies ist einer der einfachsten und effektivsten Tests für die Echtheit des Schecks.

Sollten Sie Zweifel an der Echtheit eines Schecks haben, setzen Sie sich bitte unverzüg- lich mit Ihrer örtlichen Polizeidienststelle in Verbindung.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

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