Warnstreiks am Dienstag in der Region

Rund 500 Beschäftigte aus der Region demonstrieren in München

+

Landkreis/Rosenheim - Im Bezirk Rosenheim werden die Warnstreiks ausgedehnt. Am Dienstag sind vor allem Krankenhäuser betroffen. Für Notfall-Patienten ist allerdings eine Versorgung jederzeit gewährleistet.

Update, Dienstag, 11.45 Uhr - Streik in München

Angestellte aus den Landkreisen Rosenheim und Traunstein haben sich am Dienstagmorgen mitBussen auf den Weg nach München gemacht. In der Landeshauptstadt ziehen heute Hunderte Warnstreikende durch die Straßen, um für mehr Lohn zu protestieren.

Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst treffen nicht nur Kliniken und Kindergärten, sondern massiv auch den Flughafen in München. Für heute sind etwa 400 von 1.200 geplanten Starts und Landungen annulliert worden. An der ersten Demo haben laut Verdi rund 500 Beschäftigte teilgenommen.

Update, Sonntag, 10.25 Uhr - Pressemeldung RoMed-Kliniken

Aus Anlass des bevorstehenden 24-stündigen Warnstreiks im Rahmen der Tarifverhandlungen für den kommunalen öffentlichen Dienst ist zwischen dem RoMed Klinikum Rosenheim und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen worden. 

Ziel ist dabei, eine Gefährdung des Lebens und der Gesundheit der Patientinnen und Patienten des Klinikums auszuschließen, dabei wird insbesondere sichergestellt, dass sämtliche Notfälle ohne Einschränkung versorgt werden

Die Zentrale Notaufnahme sowie die Bereiche Kinderklinik, Kreißsaal und Geburtshilfe, ambulante und stationäre Onkologie, sämtliche Intensivstationen einschließlich der Chest- Pain-Unit (Herzinfarkt-Einheit) und Stroke-Unit (Schlaganfall-Station) sowie die Palliativstation und die Radiologie stehen in vollem Umfang für die Versorgung der Bevölkerung zur Verfügung

"Planbare Eingriffe und diagnostische Maßnahmen müssen allerdings verschoben werden, soweit keine Gefährdung der Patienten vorliegt. Ebenso kann es vorkommen, dass Patienten innerhalb der Klinik auf andere Stationen verlegt werden", bedauert Priv.-Doz. Dr. Christoph Knothe, Medizinischer Direktor der RoMed Kliniken. "Wir hoffen, alle Eingriffe bald nachholen zu können. Letztlich hängt dies aber vom weiteren Verlauf der Tarifverhandlungen ab. Insofern ist eine konkrete Aussage derzeit nicht möglich. Wir unterstützen voll die Forderung nach einer gerechten Bezahlung unserer Mitarbeiter. Allerdings hoffen wir, dass die Verhandlungsparteien bald einen vernünftigen Kompromiss finden und weitere Streikmaßnahmen zum Nachteil der Rosenheimer Bevölkerung vermieden werden können", sagte Dr. Knothe.

Pressemeldung RoMed Kliniken

Die Erstmeldung:

Der Bezirk Rosenheim der Gewerkschaft Verdi dehnt die Warnstreiks aus. Am 10. April werden vor allem Krankenhäuser betroffen sein. Aber auch andere kommunale Einrichtungen wie Bauhöfe, Stadtwerke und Stadtentwässerung werden sich am Warnstreik beteiligen, der mit einer zentralen Kundgebung aller südbayerischen Dienststellen und Einrichtungen in München enden wird.

"Nach zwei Verhandlungsrunden als Nullnummern werden wir nun kurz vor der geplanten letzten Verhandlungsrunde Mitte April die Warnstreiks deutlich verschärfen. Es kann nicht sein, dass die Wirtschaft brummt, die Steuereinnahmen sprudeln, aber die Beschäftigten mit Almosen abgespeist werden sollen", erklärt Robert Metzger, Bezirksgeschäftsführer des Verdi-Bezirks Rosenheim.

Insofern werden sich auch von der Zeitdauer die Streiks deutlich ausweiten. Waren es am 21. März nur zwei bis drei Stunden, ist es diesmal ein ganzer Tag, teilt Robert Metzger mit. Im Klinikum Rosenheim wird sogar eine ganze Station geschlossen werden und in der Kreisklinik Mühldorf der gesamte Anästhesiebereich betroffen sein.

Mit den Arbeitgebern wurden Notdienstvereinbarungen geschlossen, sodass trotz der Ausfälle Leben und Gesundheit der Patienten nicht gefährdet sind, erklärt der für den Fachbereich zuständige Gewerkschaftssekretär Win Windisch.

Von den Warnstreiks werden folgende Einrichtungen betroffen sein:

  • Ro-Med Klinikum Rosenheim
  • Ro-Med Klinik Wasserburg
  • Ro-Med Klinik Prien am Chiemsee
  • Ro-Med Klinikum Bad Aibling
  • Inn-Salzach-Klinik Wasserburg
  • Stadt Rosenheim mit ihren Einrichtungen Bauhof, Gärtnerei und Stadtentwässerung
  • Landratsamt Rosenheim
  • Zweckverband Abfallentwertung Südbayern, Burgkirchen
  • Bauhof Burgkirchen
  • Kreisklinik Mühldorf mit Klinik Haag
  • SOB Klinik Berchtesgaden
  • SOB Klinik Bad Reichhall
  • Bauhof Bad Reichenhall
  • SOB Klinik Trostberg
  • Chiemgau-Lebenshilfe Traunreut
  • SOB Klinikum Traunstein
  • Stadtwerke Traunstein
  • DRV Klinik Tegernsee

Verdi fordert unter anderem die Erhöhung der Tabellenentgelte um sechs Prozent, mindestens 200 Euro, sowie die Erhöhung der Auszubildendenvergütungen und der Praktikantenentgelte um 100 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Der Verdi-Bezirk Rosenheim umfasst die Landkreise Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf, Altötting, Miesbach und Bad Tölz.

Pressemitteilung der Gewerkschaft Verdi - Bezirk Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser