Täter ist der Großvater aus Zaisering

Bub (8) erschossen: Was wir wissen und was nicht

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Vogtareuth/Zaisering - Am Mittwochvormittag um kurz vor 9.30 Uhr ging ein Notruf bei der Polizei ein. Ein achtjähriger Bub sei angeschossen worden. Rettungsdienst, Notarzt und Polizei machten sich sofort auf den Weg zum Einsatzort.

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Neue Erkenntnisse am Donnerstag

Das angeschossene Kind lebte bei Ankunft der Beamten noch, wurde sofort ins Krankenhaus gebracht. Wenig später verstarb der Junge. Er erlag im Krankenhaus seinen lebensgefährlichen Verletzungen. Die Beamten suchten indes nach dem dringend tatverdächtigen 79-jährigen Großvater des Jungen. Er wurde schließlich - ebenfalls lebensbedrohlich verletzt - in einem Waldstück aufgefunden. Auch der Großvater wurde ins Krankenhaus gebracht. Dort erlag er am Mittwochnachmittag seinen Verletzungen. 

Was wir wissen:

  • Ein achtjähriger Bub starb am Mittwoch aufgrund einer oder mehrerer Schussverletzungen. Angeschossen wurde der Bub in Zaisering. Angehörige fanden das Kind, verständigten die Polizei und baten "um dringende Hilfe wegen einer Schussverletzung". Gegen 11 Uhr verstarb das Kind im Krankenhaus.
  • Laut der Polizei handelte es sich nicht um einen Unfall. Die Schüsse wurden gezielt abgegeben.
  • Laut dem Oberbayerischen Volksblatt ereignete sich die Tat im Haus der Eltern des Kindes. Die Mutter soll bei der Tat anwesend gewesen sein. Der Vater wurde an seinem Arbeitsplatz verständigt.
  • Täter war der Großvater des achtjährigen Jungen. Er war laut dem OVB der Vater der Mutter des Kindes. Nach einer eingeleiteten Sofortfahndung fanden Beamte den 79-Jährigen in einem Waldstück auf. Der Mann wurde schwerst verletzt ins Krankenhaus gebracht. Auch er wies eine Schussverletzung auf. Die Polizei geht davon aus, dass er sich das Leben nehmen wollte. 
  • Der mutmaßliche Täter erlag am Mittwochnachmittag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Das teilte sie Staatsanwaltschaft am Donnerstagvormittag mit. Er war nicht ansprechbar gewesen, deshalb hatte keine Vernehmung durch die Polizei mehr stattfinden können. 
  • Die Tatwaffe wurde durch die Polizei sichergestellt.
  • 20 Polizeistreifen, ein Rettungshubschrauber, ein Polizeihubschrauber und die Spurensicherung waren im Einsatz. Das SEK war nicht vor Ort. Aktuell ermittelt die Kriminalpolizei die Hintergründe der Tat.

Was wir nicht wissen:

  • Die Hintergründe der Tat sind derzeit noch völlig unklar. Warum der Großvater auf seinen Enkel schoss wird derzeit durch die Kriminalpolizei ermittelt. 
  • Die Staatsanwaltschaft Rosenheim hat die Öffentlichkeitsarbeit zu diesem Fall übernommen. Sie teilte am Donnerstagvormittag mit, die Polizei solle nun erst einmal in Ruhe ermitteln. "Zu gegebener Zeit" würde ein Abschlussbericht veröffentlicht werden. Bis dahin würden, aus Rücksicht auf die Familie, keine neuen Informationen mitgeteilt.
  • Möglicherweise handelt es sich bei der Tatwaffe um eine Pistole, die Polizei hat diese Vermutung bisher nicht bestätigt. Angeblich wurde dem Kind mit der Waffe in den Kopf geschossen, doch auch diese Information ist bisher nicht gesichert. 
  • Ebenso ist noch unklar, wem die Waffe gehörte. Ob der Großvater einen Waffenschein hatte, konnte die Polizei noch nicht mitteilen. Laut der Abendzeitung hat aber ein Familienmitglied einen Waffenschein. Es ist aber nicht bekannt, wer genau.
  • Wie viel Zeit zwischen der Tat und dem Auffinden des Kindes durch Angehörige verging ist nicht gewiss. Vermutlich hörten sie Schüsse und setzten sofort den Notruf ab.
  • Ob der Großvater schon vorher gegenüber seinem Enkel gewalttätig worden war, ist Gegenstand der Ermittlungen.
  • Die Staatsanwaltschaft Rosenheim bestätigte, dass der Junge körperlich behindert war. Zu welchem Grad, konnte aber noch nicht mitgeteilt werden. Er soll auf einen Rollstuhl angewiesen gewesen sein.
  • Nach einer nicht gesicherten Quelle setzten die Eltern des Jungen den Notruf ab.
  • Möglicherweise war die Mutter des Jungen Zeugin der Tat. Sie soll "Geh weg, geh weg" in Richtung des bewaffneten Großvaters gerufen haben. Auch dieses Detail wurde von offizieller Seite noch nicht bestätigt.

Hinweis der Redaktion:

Aus Rücksicht auf die Angehörigen haben wir die Kommentarfunktion geschlossen.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © jre

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