Landesausstellung: Blick hinter die Kulissen

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Geduld und Flexibilität sind im Ausstellungsshop in der Ludwigausstellung besonders wichtig, wissen die Mitarbeiterinnen Gudrun Leinberger (re.) und Ingrid Graue.

Chiemsee - Die Landesausstellung "Götterdämmerung" erfreut sich großer Beliebtheit. Aber wie kommt der Erfolg. Hier ein kleiner Blick hinter die Kulissen:

Eigentlich kann man im gemeinsamen Shop von Landkreis Rosenheim, Chiemsee Alpenland Tourismus und Haus der Bayerischen Geschichte in der Landesausstellung „Götterdämmerung. König Ludwig II.“ den Katalog zur Ausstellung und andere spannende Veröffentlichungen kaufen. Aber nicht nur die sind gefragt.

Besonders das Buch über die Chiemsee-Maler ist begehrt und auch der Katalog läuft sehr gut. Die Besucher kaufen also gerne im Ausstellungs-Shop ein. Doch noch häufiger stellen sie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Fragen über Fragen. Sehr beliebt: „Woran ist er denn nun tatsächlich gestorben, der König Ludwig?“

Viel Lob dürfen sich die acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Shops anhören, über die guten Führungen, über die interessanten Ausstellungsstücke und die sensationelle Gestaltung der Räume. Meistens, so erzählt Mitarbeiterin Gudrun Leinberger, sind die Besucher ganz begeistert. „Ganz erstaunt stellen viele Gäste fest, König Ludwig sei ja gar nicht nur ein ‚Märchenkönig’, sondern direkt ein Genie und ein Vorreiter der technischen Entwicklung gewesen.“ Häufig wollen die Gäste der Bayerischen Landesausstellung auch weitere Informationen. So fragen die Besucher rund 100 Mal am Tag, wo das Bad vom Kini sei, andere wollen wissen, ob sie den Audioguide mitnehmen oder kaufen können, weil die vielen Geschichten über König Ludwig II. ihnen so gut gefallen.

Neben ihrer eigentlichen Aufgabe – dem Verkaufen – müssen die Mitarbeiter im Shop der Landesausstellung vor allem gut mit Menschen umgehen können, viele Details der Ausstellung und ihrer Organisation kennen sowie viel Geduld haben. Außerdem wird Flexibilität groß geschrieben. Denn die Logistik auf einer Insel, die zudem fast autofrei ist, stellt die Organisatoren immer wieder vor interessante Aufgaben.

Das Depot für den Shop etwa befindet sich nicht im Schloss, sondern im Augustiner-Chorherrenstift. Da ist vorausschauende Planung, damit nicht plötzlich die Kataloge aus sind oder das beliebte Buch über die Chiemsee-Maler.

Ein anderes Beispiel: Noch vor Beginn der Ludwig-Ausstellung lud ein Lastwagenfahrer vier Paletten Kataloge im Ehrenhof ab. Die 2.500 Kataloge zu je 1,25 Kilo durften dann die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Shops eigenhändig hineintragen. Weil ein Gewitter im Anmarsch war, war noch dazu Eile geboten. Doch dank einer kleinen Menschenkette war es kurz vor Beginn des Platzregens doch noch geschafft und alle Kataloge waren im Trockenen.

Tobias Schmid, der im Auftrag von Landkreis Rosenheim und Haus der Bayerischen Geschichte den Shop organisiert, ist sehr zufrieden mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die alle aus der Region kommen. Auch die Nachfrage nach den Katalogen sei, im Vergleich zu anderen Ausstellungen, die er bereits betreut hat, sehr gut. Zudem werden kostenlose Angebote wie „momente mit ludwig“ mit dem Rahmenprogramm zur Landesausstellung sehr gut angenommen und oft gelobt für die schöne Gestaltung.

Die Bayerische Landesausstellung 2011 ist bis zum 16. Oktober zu sehen und wird vom Haus der Bayerischen Geschichte gemeinsam mit der Bayerischen Schlösserverwaltung und dem Landkreis Rosenheim veranstaltet.

Pressemitteilung Mittmachpresse/Gartiser

Quelle: rosenheim24.de

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