OB Bauer: "Gott sei Dank keine Toten!"

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Der Tag danach in der Nähe von Prien (Atzing).
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Landkreis - Nachdem sie sich selbst ein Bild von der Lage gemacht hatten, zeigten sich Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer und Landrat Josef Neiderhell bestürzt über das Ausmaß der Gewitter-Katastrophe.

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Nach Angaben der Polizei und des Rosenheimer Ordnungsamtes geht der Schaden in mehrstellige Millionenhöhe. Durch umstürzende Bäume, umherfliegende Gegenstände, sturmbedingte Stürze und Hagelschlag wurden am Mittwochnachmittag und -abend insgesamt 48 Personen - zum Teil schwer - verletzt. Am schlimmsten erwischte es einen Mann in Riedering, auf dessen Gartenhütte ein Baum fiel. Der Mann wurde eingeklemmt und schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert. Die meisten Opfer gab es in Stadt und Landkreis Rosenheim. Dort wurden alleine 45 Menschen verletzt.

Die Suche nach dem vermissten Kind ist dagegen nach mehrstündiger Suche glücklicherweise glimpflich ausgegangen. Das hat am Donnerstagnachmittag das Ordnungsamt der Stadt Rosenheim in einer Pressemeldung bekanntgegeben. Am Mittwochabend hatte es zunächst widersprüchliche Angaben bezüglich des Verbleibs des Kindes gegeben.

Die Schäden in Rosenheim und Riedering:

Unwetter um und in Riedering

Schwere Schäden rund um Rosenheim

Auch die Bahnstrecke zwischen Rosenheim und Salzburg ist stark beschädigt worden und war am Donnerstagmittag immer noch auf zwei Teilstücken gesperrt. Zwischen Rosenheim und Bad Endorf war ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Dasselbe galt für den Abschnitt zwischen Übersee und Traunstein. Auch auf diesem Teilstück verkehrten Ersatzbusse, die im Gegensatz zu der Strecke Rosenheim - Bad Endorf aber pünktlich fuhren.

Reperaturen an Oberleitung

Ein Bahnsprecher sagte auf Anfrage am Donnerstagmittag: "Momentan sind wir gerade dabei, die Bäume von der Strecke zu räumen. Demnächst soll der Verkehr wieder eingleisig zwischen Rosenheim und Bad Endorf laufen. Wann die Züge wieder planmäßig verkehren, lässt sich - Stand jetzt (Donnerstag, 12.15 Uhr) - noch nicht sagen."

Die Bilder vom Morgen danach:

Unwetter: Fotos vom Morgen danach!

Am Mittwoch waren in der Zeit zwischen 14 und 22 Uhr insgesamt mehr als 800 (!) Notrufe beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd eingegangen. Die Rettungskräfte waren daher bis in die späten Nachtstunden im Dauereinsatz. Auch am Donnerstag konnte von "Ausruhen" noch keine Rede sein. Zahlreiche Straßen waren durch umgestürzte Bäume unpassierbar geworden und mussten wieder davon befreit worden. An vielen Stellen geriet auch jede Menge Schlamm und Dreck auf die Fahrbahnen. Zu diesem Zweck wurden zum Teil Schneepflüge "umfunktioniert", die so wieder die Straßen säuberten. Am Donnerstag um 14 Uhr teilte die Polizei mit, dass soweit alle Straßen wieder passierbar seien. Ihr Dank galt auch den Feuerwehren, die durch unermüdlichen Einsatz die Straßen und Wege rasch wieder freigeräumt hatten.

Die wichtigsten Kommunalpolitiker, Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer und Landrat Josef Neiderhell, die sich beide persönlich ein Bild von der Lage gemacht hatten, zeigten sich am Tag nach der Katastrophe bestürzt. "Gott sei Dank hat es keine Toten und wohl auch keine Schwerverletzten in der Stadt gegeben", sagte OB Bauer, die hinzufügte: "Die Sachschäden sind allerdings enorm."

Landrat Neiderhell war mit dem Auto in der Katastrophenregion unterwegs und meinte hinterher betroffen: "Wahnsinn, was für eine Naturgewalt! Dafür fehlen mir die Worte. Allerdings war es aus meiner Sicht nicht das schwerste Unwetter der letzten zehn Jahre. Das letzte vergleichbare Unwetter liegt erst rund 3 Jahre zurück, als es zwischen Maxlrain und Rott Ende August 2008 ebenfalls enorme Schäden zu beklagen gab."

Wie der Landrat weiter mitteilte, war am Mittwochnachmittag für die Region Katastrophenalarm ausgelöst worden. 18 Bauhof-Mitarbeiter waren bis um 2.00 Uhr in der Nacht im Einsatz. Die Feuerwehren waren ebenfalls im Dauerstress. Von den 117 Landkreis-Feuerwehren seien mindestens 60 im Einsatz gewesen, so Neiderhell.

Am Donnerstagnachmittag wurde bekannt, dass durch den Hagel alleine auf dem Außengelände eines Rosenheimer Autohauses 150 (!) Fahrzeuge zum Teil schwer beschädigt wurden. Der Sachschaden beläuft sich ersten Schätzungen zufolge alleine hier auf rund 400.000 Euro.

Eindrücke von Usern:

Video von Stefan Erdmann (Youtube)

Zeitraffer-Video 1 von Andreas Murner (Youtube)

Zeitraffer-Video 2 von Andreas Murner (Youtube)

Weitere Fotos und Bilder folgen am Freitag! Ihr könnt uns gerne weiter eure Eindrücke (Foto/Video) an redaktion@ovb24.de mailen.

mw

Quelle: rosenheim24.de

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