Verkehrs-Chaos an Ostern:

Reisende brauchen gute Nerven - besonders in Bayern

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Staus sind an Ostern vorprogrammiert.
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Landkreis - Rund um Ostern müssen sich Reisende auf eine Geduldsprobe gefasst machen. Auf den Straßen sowie in Zügen wird es schon Gründonnerstag voll. Besonders in beziehungsweise Richtung Bayern brauchen Reisende gute Nerven - aber nicht nur dort.

Reisende im Osterverkehr müssen mit langen Staus und überfüllten Zügen rechnen. Schon am Gründonnerstag erwartet die Deutsche Bahn sehr volle Abteile, auch an Karfreitag und Ostermontag sei mit einer besonders hohen Nachfrage zu rechnen, sagte eine Sprecherin am Montag.

Auch auf der Straße wird es voll: Am deutlichsten zu spüren ist dies am Nachmittag des Gründonnerstags, 29. März. Mit Ausnahme von Hamburg haben nun alle Bundesländer Ferien. Viele Autofahrer zieht es in den Süden, in die Skigebiete der Alpen oder an die deutschen Küsten.

Spitzenzeiten 

Die größte Staugefahr sieht der ADAC am Donnerstagnachmittag (Anreise). Nicht viel besser sieht es am Nachmittag des Ostermontags, 2. April, aus (Rückreise, unter anderem Autofahrer aus Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt wegen Ferien-Ende). Verhalten sich die Autofahrer wie schon in den Vorjahren, ziehen nicht wenige von ihnen ihren Reisestart auf Mittwoch, 28. März, vor oder warten damit bis Karfreitag, 30. März. Daher wird es auch an diesen Tagen zeitweise etwas länger dauern. Am Karsamstag, 31. März, wird es lediglich auf den Fernrouten in Richtung Alpen und bei schönem Wetter auf dem Weg zu den Küsten zeitweise etwas lebhaft. Rund um die Ballungszentren bleibt es hingegen ruhig. Staufrei kommt durch, wer am Ostersonntag, 1. April, unterwegs ist.

  • Gründonnerstag, 13 bis 20 Uhr 
  • Karfreitag, 9 bis 14 Uhr 
  • Karsamstag, 9 bis 14 Uhr 
  • Ostersonntag, ganztägig ruhig 
  • Ostermontag, 13 bis 18 Uhr

Skiurlauber aufgepasst - das sind die möglichen Staustrecken:

Skiurlauber in Richtung der Alpen etwa sollten auch am Samstag längere Reisezeiten einplanen. Als mögliche Staustrecken im Süden nannte der ADAC die A3, A6, A7, A8, A9, A93, A95/B2 und A99. Die Osterreisewelle rolle aber auch über die Auslandsstrecken West-, Tauern- und Brennerautobahn sowie die Gotthard-Route.

Staustrecken im Ausland

Die Oster-Blechlawine überrollt auch das benachbarte Ausland. Nicht selten werden Autofahrer längere unfreiwillige Stopps einlegen müssen.

Die Staurouten:

  • Österreich: A1 West-, A10 Tauern-, A12 Inntal-, A13 Brennerautobahn, B179 Fernpass-Route sowie die Tiroler, Salzburger und Vorarlberger Bundesstraßen
  • Italien: A22 Brennerautobahn sowie die Straßen des Puster-, Grödner- und Gadertals und in den Vinschgau 
  • Schweiz: A2 Gotthard-Route, die A 1 St. Gallen - Zürich - Bern und die Zufahrtsstraßen der Skigebiete Graubündens, des Berner Oberlands, des Wallis und der Zentralschweiz, etwas längere Wartezeiten sind an den Autoverladestationen einzuplanen

Wer bereits nach Ostern, am Dienstag, 3. April, über die A93 (Inntaldreieck – Kufstein) nach Tirol fahren will, sollte Folgendes wissen: An diesem Tag führt das österreichische Bundesland Tirol eine Lkw-Blockabfertigung durch, die auch Auswirkungen auf den Pkw-Verkehr haben dürfte. Die Behörden richten auf der Inntalautobahn A12 in Richtung Süden in Höhe der Ausfahrt Kufstein-Nord ab 5.00 Uhr eine Dosierstelle ein. Diese dürfen pro Stunde maximal 250 Lkw passieren. Wird diese Grenze erreicht, müssen die Brummis anhalten. Dies könnte – falls für den übrigen Verkehr nur noch eine Fahrbahn zur Verfügung steht – zu erheblichen Rückstaus führen. Nicht auszuschließen ist, dass die Behinderungen bis auf die A 8 (München – Salzburg) reichen werden.

Behinderungen wegen Grenzkontrollen

Staus und Wartezeiten bei der Einreise von Österreich nach Deutschland können nicht ausgeschlossen werden. Am stärksten gefährdet sind die drei Autobahnübergänge Suben (A3 Linz - Passau), Walserberg (A8 Salzburg - München) und Kiefersfelden (A93 Kufstein - Rosenheim). An den Grenzen von Österreich zu Ungarn, Slowenien und der Slowakei (bei der Einreise nach Österreich) sowie an den Übergängen zwischen Kroatien und Slowenien sind ebenfalls Verzögerungen möglich.

Empfehlung der Bahn: Sitzplatz reservieren

Die Deutsche Bahn versprach, alle verfügbaren Züge einzusetzen, um die Fahrgäste an ihr Ziel zu bringen. Kunden sollten allerdings, wenn möglich, auf andere Tage ausweichen. Es sei ratsam, Sitzplätze zu reservieren - das kostet in der 2. Klasse 4,50 Euro, in der 1. Klasse ist die Reservierung im Reisepreis enthalten.

Zu den Feiertagen sind überfüllte Züge im Fern- und Nahverkehr keine Seltenheit. Die Bahn verkauft auch Tickets ohne Zug- und Platzbindung, sodass Fahrgäste zu den Stoßzeiten immer wieder auch in den Gängen stehen oder auf dem Boden sitzen.

mh/dpa/ADAC

Quelle: rosenheim24.de

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