Verkehr 2010: Toten, Verletzte, Ursachen

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Landkreis - Auf dem Gebiet des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd ereigneten sich im vergangenen Jahr 33.715 Unfälle und damit um 3,8 % mehr als 2010. Lesen Sie hier alle Zahlen.

Der Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd umfasst die kreisfreie Stadt Rosenheim sowie die neun Landkreise Rosenheim, Miesbach, Berchtesgadener Land, Traunstein, Altötting, Mühldorf, Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen.

Verkehrsunfallbilanz 2010

Gesamtentwicklung (Vergleichszahlen 2009 in Klammern)

Grafik "Gesamt-Entwicklung" ansehen"

Auf den etwa 15.000 Straßenkilometern und sonstigen öffentlichen Verkehrsflächen des Schutzbereiches, einschließlich 50 Autobahnkilometer im Raum München als Übertragungsbereich, wurden der Polizei im Jahr 2010 insgesamt 34.400 Verkehrsunfälle (33.106) gemeldet. Dies bedeutet eine Steigerung um 3,7 %. Auf dem Gebiet des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd ohne Übertragungsbereich ereigneten sich 33.715 Unfälle (32.478) und damit um 3,8 % mehr als im Vorjahr.

Grafik "Verletzte und Tote" ansehen

Bei den Verkehrsunfällen mit Personenschaden sank die Zahl leicht auf 5.809 (5.853). Auch die Zahl der Verletzten ging um 0,7 % auf 7.781 (7.839) zurück. Bei den Verkehrstoten sank die Opferzahl deutlich von 113 auf 93 (-17,7 %). Zwei weitere Verkehrsteilnehmer kamen im Übertragungsbereich ums Leben.

Grafik "Landkreisvergleich" ansehen

Hauptunfallursachen

Grafik Unfall-Usachen ansehen

Wenn auch die Kategorie der Geschwindigkeitsunfälle mit 3.312 (3.047) anteilmäßig nicht an erster Stelle liegt, werden hier die meisten Personen verletzt oder getötet. Die Brisanz dieser Unfälle macht die Zahl der Todesopfer deutlich, die mit 27 gegenüber dem Vorjahr (40) zwar deutlich zurückgegangen ist, jedoch noch immer mehr als ein Viertel (29 %) der Gesamtzahl ausmacht. Die „nicht angepasste Geschwindigkeit“ als Unfallursache hat in vielen Fällen jedoch nichts mit der jeweils zulässigen Höchstgeschwindigkeit zu tun. Eine gefahrene Geschwindigkeit von z.B. 100 km/h auf einer Bundesstraße, die bei freier Sicht und trockenem Belag unproblematisch ist, wird bei schlechter Sicht und Nieselregen schnell kritisch.

Der seit mehreren Jahren rückläufige Trend der Alkoholunfälle und der Opferzahlen ist auch auf die polizeilichen Kontrollaktivitäten und Präventionsarbeit zurückzuführen. Ereigneten sich 2005 noch 801 Alkoholunfälle mit 538 Verletzten und 25 Toten, so mussten 2010 noch 627 Unfällen mit 391 Verletzten und 10 Toten verzeichnet werden.

Verkehrsüberwachung und -prävention

Die Polizeidienststellen führten 2010 im gesamten Schutzbereich 7.804 Geschwindigkeitsmessungen durch. 4,7 Millionen Fahrzeuge durchliefen die Kontrollstellen. 101.788 Fahrzeugführer mussten wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen beanstandet werden. Das entspricht einer Beanstandungsquote von 2,2 %. 2.425 Fahrzeuglenker wurden bei Verkehrssicherheitskontrollen alkoholisiert am Steuer ihres Fahrzeuges angetroffen und zur Anzeige gebracht. Unter Einfluss von illegalen Drogen standen 398 kontrollierte Fahrzeugführer. Gegen sie wurden ebenfalls Straf- oder Bußgeldverfahren eingeleitet.

Verkehrserziehung beginnt am besten möglichst früh. Die Jugendverkehrserzieher der Polizei machten im vergangenen Jahr 12.900 Schulkinder der vierten Jahrgangsstufe mit den wichtigsten Verkehrsregeln vertraut. Darüber hinaus legten die meisten Kinder nach entsprechendem Training mit Erfolg die Fahrradprüfung ab. Zur Sicherheit des Straßenverkehrs trägt auch die beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd eingerichtete Verkehrsmeldestelle für ganz Bayern bei. Mit über 350.000 Verkehrsmeldungen waren die Verkehrsteilnehmer stets gut über die aktuelle Verkehrslage informiert.

Pressebericht Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser