Urteil im Prozess am Mittwoch erwartet

Vergewaltigung am Rosenheimer Inndamm: Staatsanwalt fordert lebenslang

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Zum Prozessauftakt Ende März verdeckte Emrah T. sein Gesicht
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Rosenheim/München - Der Prozess um eine brutale Vergewaltigung am Rosenheimer Inndamm geht in die finale Phase. Der 28-jährige Angeklagte Emrah T. hat inzwischen die Taten gestanden. Die Staatsanwaltschaft fordert lebenslang.

Der Prozess um die beiden brutalen Vergewaltigungen am Rosenheimer Inndamm und im Englischen Garten in München geht in die finale Phase. Am Mittwoch, den 27. Juni, soll das Urteil fallen. Wie das OVB in seiner Montagsausgabe berichtet, habe der Angeklagte Emrah T. über seinen Verteidiger eine Erklärung abgegeben. Darin habe er die beiden Vergewaltigungen gestanden und sich reuig gezeigt. 

Eine Erklärung hätte er laut der Erklärung für sein Handeln nicht, er habe jedoch unter dem Einfluss von Alkohol gestanden. Es sei das erste Mal in seinem Leben gewesen, dass er einer anderen Person gegen ihren Willen etwas angetan haben, so das OVB weiter. Doch dies habe sich als Lüge herausgestellt: Akten aus der Türkei belegen, dass Emrah T. in seiner Heimat bereits wegen Raubes und eines laut türkischen Rechts „einfachen sexuellen Angriffs“ verurteilt worden war.

Nachdem auch bei der Aussage eines Opfers die Öffentlichkeit ausgeschlossen worden war, fanden die Plädoyers ebenfalls unter Ausschuss der Öffentlichkeit statt. Laut Staatsanwaltschaft habe deren Vertreter eine lebenslange Freiheitsstrafe für den Angeklagten gefordert – die Verteidigung sprach sich für eine Freiheitsstrafe von nicht mehr als neun Jahren aus, so das Blatt weiter.

Hintergrund

Emrah T. soll zwei Frauen angegriffen und vergewaltigt haben - im Prozess vor dem Münchner Landgericht I hat sich der 28 Jahre alte Angeklagte Emrah T. an den ersten Verhandlungstagen nicht zu den Vorwürfen geäußert. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist er im November 2015 auf eine Frau in Rosenheim losgegangen und hat sie vergewaltigt. Rund ein Jahr später habe er eine Joggerin im Englischen Garten in München attackiert, vergewaltigt und bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt. Wegen versuchten Mordes und anderen Delikten muss sich der Angeklagte nun vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, dass er aus Heimtücke und Sexgier töten wollte.

Die Polizei kam dem mutmaßlichen Sextäter durch Zufall auf die Schliche. Durch einen DNA-Abgleich war er Ende März 2017 überführt worden. Die Spuren sprechen gegen Emrah T.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie auf ovb-heimatzeitungen.de oder in Ihrer gedruckten OVB-Heimatzeitung.

Quelle: rosenheim24.de

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