OPs in RoMed-Kliniken wurden abgesagt

ver.di-Demozug zieht durch die Rosenheimer Innenstadt

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Landkreis - Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes hat die Gewerkschaft Verdi zu Warnstreiks in mehr als 50 bayerischen Städten aufgerufen. Schwerpunkttag in Bayern ist der Donnerstag:

UPDATE 12.25 Uhr:

Von der Loretowiese bis zum Max-Josefs-Platz demonstrierten die Mitglieder und Anhänger von ver.di gegen den aktuellen Tarifstreit. Dort kam es dann noch zu einer Kundgebung mit Redebeiträgen. 

Fotos zur ver.di-Demonstration in Rosenheim

Erstmeldung:

Die zweite Tarifverhandlungsrunde für die 2,14 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes ist am 12.04. zu Ende gegangen. Ein erstes Angebot der Arbeitgeberseite kann man ohne Einschränkungen als „dreist und provokativ“ bezeichnen, so der Tarifkoordinator des ver.di Bezirks Rosenheim. Das Angebot bedeute jahresbezogen für 2016 ganze 0,58 Prozent und für das nächste Jahr nur 1,17 Prozent. „Die öffentlichen Arbeitgeber setzen trotz beispiellos guter Kassenlage mit einem Überschuss der öffentlichen Haushalte von fast 30 Milliarden Euro auf Reallohnverluste für die Beschäftigten. Das ist eine Provokation“, erklärte Metzger. Man werde für dieses Angebot aus der Mitgliedschaft heraus eine entsprechende Antwort geben, sagte der Gewerkschafter und kündigte mit dem 21.4. den Beginn der Warnstreiks im ver.di-Bezirk Rosenheim an.

Am Warnstreik nehmen folgende Einrichtungen teil:

  • Der Zweckverband für Abfallentsorgung und der städt. Bauhof in Burgkirchen sowie der Bauhof in Mühldorf
  • die Kreiskrankenhäuser in Burghausen, Altötting und Mühldorf
  • die Stadtwerke in Traunstein und auch der dortige Bauhof
  • die Klinikstandorte der Südostbayernkliniken in Traunstein und Bad Reichenhall
  • aus dem Bereich Sozial- und Erziehungsdienst werden die Mitarbeiter der Chiemgau Lebenshilfe in Traunreut und Traunstein in den Ausstand gehen
  • Auch in Rosenheimer Einrichtungen werden Warnstreiks stattfinden, schwerpunktmäßig im Bereich der Kliniken. Hierzu zählen die Klinik Standorte Wasserburg, Bad Aibling und Rosenheim der RoMed-Kliniken.

Kundgebung und Demo in Rosenheim

Letztere werden in Rosenheim mit einem Schwerpunkt den Operationsbereich bestreiken. Von den insgesamt 9 OP-Säalen werden 7 Säale bestreikt, was zur Folge hat, dass an diesem Tag keine geplanten Operationen durchgeführt werden können. Die noch verbleibenden Säale bleiben für Notfälle, so dass damit eine Gefährdung von Leben und Gesundheit der Patienten ausgeschlossen werden kann, begründet Metzger die Entscheidung der örtlichen Streikleitung. Alle genannten Einrichtungen wollen mit einer gemeinsamen Demonstration (Beginn: 10 Uhr an der Loretto-Wiese), die mit einer Kundgebung (Beginn: 11 Uhr) am Max-Josefs-Platz in Rosenheim enden wird, ein klares Signal an die öffentlichen Arbeitgeber für die nächste Verhandlungsrunde geben: „Stärkt den öffentlichen Dienst – weil es um Mehr geht“

Dabei ist es ver.di wichtig klarzustellen, dass sich der Warnstreik nicht gegen die örtliche Einrichtung richtet, sondern gegen ein Arbeitgeberangebot das weder etwas mit Wertschätzung noch mit einer Teilhabe der Beschäftigten an der guten konjunkturellen Entwicklung zu tun hat.

Forderungen von veri.di

Die Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Geld und eine Anhebung der Ausbildungsvergütung für Auszubildende und Krankenpflegeschüler um 100 Euro pro Monat. Zudem will ver.di den Missbrauch der sachgrund-losen Befristung von Arbeitsverträgen abschaffen. „Wir wollen den privaten Konsum stärken und einen attraktiven sowie konkurrenzfähigen öffentlichen Dienst“, sagte Metzger. Die Gewerkschaft treibe außerdem die Sorge um notwendigen Nachwuchs in vielen Berufszweigen um. Zukunftsträchtig und deshalb unumgänglich sei deshalb auch die unbefristete Übernahme der Auszubildenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung. Die dritte Verhandlungsrunde ist am 28. und 29. April.

Pressemitteilung Gewerkschaft ver.di Bezirk Rosenheim / mh

Quelle: rosenheim24.de

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