Verband: Bald zu wenige Kinder- und Jugendärzte

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München - Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Bayern warnt vor einem baldigen Mangel an Medizinern - und damit auch an Spezialisten für seltene Erkrankungen bei Kindern.

In Kliniken und Praxen müssten immer weniger Ärzte immer mehr kranke Kinder und Jugendliche versorgen, teilte Stefan Burdach, Direktor der Kinderklinik Schwabing, am Freitag mit. Der Landesvorsitzende des Berufsverbands, Martin Lang, ergänzte: In einzelnen Regionen hätten niedergelassene Ärzte zudem große Probleme, einen Nachfolger zu finden. Von den 900 Kinder- und Jugendärzten in Bayern seien 200 älter als 60 Jahre.

In der psychosozialen Betreuung fehlen laut Burdach bereits 15 Prozent der notwendigen Planstellen. Der Mediziner kritisiert aber nicht nur die laufende Streichung von Stellen. Schuld am baldigen Ärztemangel seien auch die zunehmende Bürokratie sowie die Abwanderung von Ärzten ins Ausland. Noch bis zum Sonntag treffen sich in München mehr als 700 bayerische Kinder- und Jugendärzte, um über die Zukunft der ärztlichen Versorgung von Kindern zu diskutieren.

dpa

Rubriklistenbild: © dapd (Symbolbild)

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