Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Verbände rütteln an Grundschulpolitik

München - Kritik an der Übertrittspraxis an Grundschulen: Mehrere Verbände rütteln einmal mehr an den Grundfesten des Schulsystems im Freistaat. Doch das Kultusministerium bleibt stur.

Der Bayerische Elternverband (BEV), der Bayerische Lehrerinnen- und Lehrerverband (BLLV) und die SPD-Landtagsfraktion forderten am Donnerstag vor allem Entscheidungsfreiheit der Eltern beim Übertritt ihrer Kinder auf eine weiterführende Schule. Das Kultusministerium wies die Kritik zurück und betonte die individuellen Fördermöglichkeiten an der Grundschule.

Der Elternverband will die Entscheidung über die weiterführende Schule allein den Eltern überlassen: „Welche Schule ein Kind nach der Grundschule besucht, sollen auch in Bayern endlich die Eltern bestimmen“, sagte die BEV-Landesvorsitzende Maria Lampl. Bayern sei eines von vier Bundesländern, in denen der Notendurchschnitt ausschlaggebend sei.

BLLV-Präsident Klaus Wenzel lobte gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern, flexible Eingangsstufen und jahrgangskombinierte Klassen als positive Ansätze, kritisierte aber, die Grundschulzeit stehe unter „dem Diktat der Auslese“. Er forderte „Personal, Personal und nochmals Personal sowie ein Ende der bisherigen Übertrittspraxis“. SPD-Bildungssprecher Martin Güll sagte, die CSU sei nicht willens, „den Notendruck und das Leiden der Kinder“ zu beenden.

Das Kultusministerium wies die Vorwürfe zurück: An den Grundschulen stünden die Kinder im Mittelpunkt und würden sehr gut und individuell gefördert. Die Schülerzahlen pro Klasse seien gesenkt und zusätzliche Lehrerwochenstunden für die jahrgangskombinierten Klassen eingeräumt worden. Der Übertritt nach der 4. Klasse sei nicht endgültig, die Kinder könnten auf vielen Wegen das von ihnen gewünschte Schulziel erreichen. Der Übertritt richte sich nicht allein nach den Noten, sondern nach einer Anfang Mai ausgegebenen persönlichen Übertrittsempfehlung und dem sich möglicherweise anschließenden Probeunterricht.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Kommentare