Badewannenmord: Angeklagter erwartet Urteil

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Der 51-jährige mutmaßliche Täter im Gerichtssaal.

München - Der Prozess des grausamen Badewannenmordes an einer Seniorin geht in die letzte Runde: Nach Aufhebung eines ersten Schuldspruches fordert die Staatsanwaltschaft nun erneut lebenslange Haft.

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Im Prozess um den Mord an einer 87-jährigen Frau in ihrer Badewanne will das Münchner Landgericht am nächsten Dienstag das Urteil sprechen. Nach der zweimonatigen Beweisaufnahme in der Neuauflage der Verhandlung gegen einen 51 Jahre alten Hausmeister hat die Staatsanwaltschaft erneut eine lebenslange Haftstrafe gefordert, die Verteidigung auf Freispruch plädiert. Der Angeklagte wird beschuldigt, am 28. Oktober 2008 seine greise Nachbarin in ihrer Wohnung in Rottach-Egern (Kreis Miesbach) auf den Hinterkopf geschlagen und sie in der Badewanne ertränkt zu haben.

Der Angeklagte, ein Vertrauter der gehbehinderten Frau, wurde im Mai 2010 wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft war ursprünglich davon ausgegangen, der Hausmeister sei von der 87-Jährigen bei der Veruntreuung von Geld ertappt worden und habe das Opfer deshalb ertränkt. Dieses Motiv wurde im ersten Prozess widerlegt. Der Bundesgerichtshof hob den Schuldspruch im vergangenen Jahr auf. Der Anklagevertreter nahm im neuen Prozess an, der Hausmeister habe im Streit die alte Frau misshandelt und dies vertuschen wollen. Die Verteidigung sieht sich durch Gutachten in ihrer Überzeugung bestärkt, dass der Tod der 87-Jährigen ein Unfall war.

dpa

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