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Oberleitungsschaden in Unterföhring

Staplerfahrer reißt Oberleitung herunter - 620 S-Bahnfahrer durch Feuerwehr evakuiert

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Unterföhring /S8 - Am Dienstag, den 31. Juli, kam es auf der S-Bahnstrecke 8 (Flughafenlinie) zu einem gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr. Ein 25-Jähriger war mit einem Teleskopstapler in die Oberleitung der S-Bahn gefahren. Eine durchfahrende S-Bahn riss diese dann herunter.

Ein Bauarbeiter, einer in unmittelbarer Nähe zur S-Bahnstrecke 8 liegenden Straßenbaustelle, wollte gegen 13.10 Uhr mit einem Teleskopstapler über einen Bahnübergang zwischen den Haltepunkten Unterföhring und Ismaning fahren. Hierbei vergaß der 25-jährige Kroate jedoch den auf circa sieben Meter ausgefahrenen Arm des Teleskopstaplers einzufahren, bevor er die Schienen querte. Er blieb mit der ausgefahrenen Hebebühne in der auf 5,50 Meter Höhe hängenden Oberleitung der S-Bahn hängen und riss diese ab. Daraufhin gab es einen Kurzschluss, der bei dem Stapler zwei Reifen zerfetzte. Der erschrockene Fahrer aus München setzte mit seinem Fahrzeug sofort zurück.

Kurz darauf durchfuhr eine stadteinwärts fahrende S8 diese Stelle. Der Triebfahrzeugführer leitete bei Erkennen der heruntergerissenen Oberleitung noch eine Schnellbremsung ein. Die Bahn kam jedoch nicht mehr rechtzeitig zum Stehen und riss mit ihrem Stromabnehmer die Oberleitung in einer Länge von circa 500 Metern herunter. Die 620 Reisenden wurden durch die Feuerwehr aus der S-Bahn evakuiert und zum Bahnsteig in Unterföhring gebracht. Zwei der Reisenden mussten wegen Kreislaufproblemen vom Rettungsdienst behandelt werden.

Wie sich herausstellte, hatte der Teleskopstapler-Fahrer keinen Führerschein. Weder für den Stapler, für welchen die Klasse L notwendig gewesen wäre, noch für ein anderes Fahrzeug.

Besonders geschulte Beamte des Ermittlungsdienstes der Bundespolizeiinspektion München nahmen vor Ort die Spurenlage auf. Gegen den Fahrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr und Fahren ohne Fahrerlaubnis eingeleitet.

Die genaue Schadenshöhe wird noch ermittelt. Sie wird sich aber nach derzeitigem Stand im unteren sechsstelligen Bereich einpendeln.

Pressemeldug Bundespolizeiinspektion München

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