Unfall mit drei Toten: Fahrer eingeschlafen?

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Bei em Unfall kamen drei Menschen ums Leben

Schweinfurt - Für einen schweren Unfall mit drei Toten Mitte November im Kreis Schweinfurt ist wahrscheinlich ein übermüdeter Autofahrer verantwortlich. Was ihm jetzt droht:

 “Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass er eingeschlafen ist“, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt in Schweinfurt, Rainer Vogt, am Mittwoch. “Das ist die am naheliegendste Möglichkeit.“ Der 23-Jährige habe die ganze Nacht durchgearbeitet und nicht geschlafen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werde die Staatsanwaltschaft im kommenden Januar Anklage wegen fahrlässiger Tötung erheben.

Sollte sich der Verdacht bestätigen, dass der 23-Jährige hinterm Steuer eingeschlafen ist, werde er auch wegen Straßenverkehrsgefährdung angeklagt. Das könnte ein höhere Strafe zur Folge haben, bestätigte Vogt einen Bericht der “Main-Post“ (Mittwoch).

Der Mann hat sich bisher noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Bei dem Unfall am 19. November waren drei junge Menschen gestorben, sechs weitere verletzt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen war der 23-Jährige gegen 7.35 Uhr mit seinem Auto auf der Bundesstraße 286 in Richtung Schweinfurt unterwegs. Weil er wohl einschlief, geriet der Wagen auf die Gegenfahrbahn.

Ein entgegenkommender Teerlaster konnte zwar noch ausweichen, der Fahrer verlor aber die Kontrolle über den Lkw. Dieser kippte um und begrub ein zweites Auto unter sich, das auf der Gegenfahrbahn fuhr. Unmittelbar nach diesem Unfall prallte ein zweiter Teerlaster in das Auto des 23-Jährigen, das zuvor das Ausweichmanöver des ersten Lastwagens erzwungen hatte.

lby

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