Was erlaubt ist und was nicht

Umzug und Immobiliensuche in Zeiten von Corona - alles was Ihr wissen müsst

Landkreis - Ein Wohnungswechsel resultiert meistens aus langfristigen Gründen. Möglicherweise ist der alte Mietvertrag schon gekündigt oder ein Umzug steht kurz bevor. Wir haben alle Infos, was man bei der Wohnungssuche und Umzug beachten muss:

Der Umzug ist schon lange geplant, oder vielleicht muss man sich aktuell aus verschiedenen Gründen eine Wohnung suchen – und jetzt ist die Coronakrise da. Da stellt sich die Frage: Darf ich derzeit überhaupt umziehen? Wie ist das mit Helfern? Worauf muss ich achten, wenn ich ein Umzugsunternehmen beauftrage? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.


Macht eine Immobilienssuche derzeit überhaupt Sinn?

Auch in der Region ist die Angebotslage relativ stabil im Vergleich zu vor Corona. 

Dürfen Wohnungsbesichtigungen noch stattfinden?

Grundsätzlich nein! Das Verlassen der eigenen Wohnung ist nur bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Ausnahmsweise sind Wohnungsbesichtigungen möglich, wenn andernfalls Wohnungslosigkeit bzw. aus Vermietersicht Wohnungsleerstand und daraus resultierend erhebliche finanzielle Engpässe drohen, dann aber nur als Einzelbesichtigung und keine Massenbesichtigungen, so die Bayerische Staatsregierung. Und auch hier gilt: Jeder trägt Verantwortung dafür, die Infektionsrisiken möglichst zu minimieren. Halten Sie deshalb unbedingt die Hygiene- und Abstandsregeln ein!


Ist COVID-19 ein Kündigungsgrund?

Eine Kündigung aufgrund der Krankheit ist nicht zulässig, genauso wenig eine Mietminderung wenn eine Nachbar erkrankt ist. Eine schriftliche Kündigung gilt grundsätzlich weiterhin. 

Was passiert, wenn ich wegen der Corona-Pandemie die Miete nicht mehr zahlen kann?

Die fälligen Mietzahlung vom 1. April bis zum 30. Juni inklusive der Nebenkosten können ausgesetzt werden. Eine Nachzahlung muss bis zum 30. Juni 2022 erfolgen. Ansonsten ist der Vermieter zu diesem Zeitpunkt zu einer fristlosen Kündigung berechtigt. Es können außerdem Verzugszinsen anfallen. Der Vermieter sollte in jedem Fall frühzeitig informiert werden.

Der erweiterte Kündigungsschutz gilt nur dann, wenn die Auswirkungen der Pandemie der Grund für die Zahlungsschwierigkeiten sind, wie der Anwalt Daniel Prahl in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schreibt. Das sei auch nötig für spätere gerichtliche Auseinandersetzungen.

Sind Umzüge wegen der Coronakrise erlaubt?

Nützliche Links zu Corona:

Jeder ist angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Der Abschluss eines Mietvertrages und eine Wohnungsübergabe sind nicht explizit verboten. Wichtig ist zu überlegen, ob der Termin jetzt stattfinden muss oder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden kann. Wenn nicht, ist bei einem Zusammentreffen z. B. zwischen Mieter und Vermieter bei der Wohnungsübergabe auf den Mindestabstand von 1,5 m zu achten. Die bekannten Hygieneregeln (keine Hände schütteln, Hände waschen) sollten unbedingt eingehalten werden. Ein Umzugsunternehmen darf den Umzug durchführen, denn berufliche Tätigkeiten sind erlaubt. Keinesfalls sollten „Freunde und Familie“ beim Umzug mit anpacken, sofern sie nicht Angehörige des eigenen Hausstandes sind.

Was gilt für Helfer?

Auf die große Helferschar aus dem Freundeskreis, muss man derzeit verzichten. Durch das weitgehende Kontaktverbot fällt die Option, sich von Freunden oder Personen außerhalb des eigenen Haushalts helfen zu lassen, aus. Denn für Umzüge gilt dasselbe wie für alle Aufenthalte im öffentlichen Raum.

Was ist mit Umzugsunternehmen? 

Sie dürfen weiterhin arbeiten. Denn die Kontaktsperre in der Öffentlichkeit gilt nicht, wenn es sich um beruflich bedingte Arbeiten handelt. Wer will, kann also für seinen Umzug Profis engagieren.

Privatrenovierungen mit Freunden oder Familie?

Das Verlassen der eigenen Wohnung ist nur bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Arbeiten auf dem privaten Bauplatz in Eigenregie sind nur in absolut unaufschiebbaren Fällen zulässig. Alle Arbeiten, die nicht notwendig sind, sollten auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Wo möglich, ist ein Personen-Mindestabstand von 1,5 m sowie die allgemeinen Hygienebedingungen einzuhalten. Ein Zusammenarbeiten mit Freunden und Personen, die nicht zum selben Hausstand gehören, sollte vermieden werden.

Quelle: rosenheim24.de

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