Das war der Chiemsee Reggae Summer 2013!

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Übersee - Tolle Bands, viele Leute und eine bombastische Stimmung: Trotz kurzer Regendusche war der Chiemsee Reggae Summer auch dieses Jahr ein absoluter Erfolg!

Vorbei ist der 19. Chiemsee Reggae Summer in Übersee! Die heißen Tage lockten auch dieses Jahr wieder Zehntausende von Besuchern vom 23. bis 25. August ans "bayerische Meer", die in bester Festival-Stimmung zum Reggae-Beat tanzten und feierten. Mit neuen Attraktionen und Angeboten eilte das Festival auch 2013 dem Zeitgeist voraus. Ob Podpad-Dorf und Öko-Zelten, Festivalpost oder Tweetwall: Die Veranstalter präsentierten den Reggae Summer wieder up-to-date mit ökologischen und technischen Neuheiten.

Festivalstart: Tausende im Reggae-Fieber

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Mit der Blaskapelle Übersee wurde der erste Tag eingeläutet, bevor Tippa Irie auf die Bühne kam. Dieser war für Ganjaman, der sich mit drei gebrochenen Rippen im Krankenstand befindet, eingesprungen. Mit Busy Signal kam einer der ersten Top Acts des Tages auf die Hauptbühne. Stimmungsgarant und Partymacher, der weiß was man mit einer solch großen Masse an Menschen anstellt. Beim Song "Bumaye" wurden Handtücher und T-Shirts durch die Luft gewirbelt und die Masse schien förmlich auszuflippen.

Erster Abend beim Chiemsee Reggae Summer

Patrice präsentierte Songs aus seinem neuen Album "The Rising of the son", mit dem er zur Zeit auf Festivals tourt und in einigen Städten zu morgendlichen Konzerten aufruft, um dort mit seinen Fans in den Sonnenaufgang zu singen und zu tanzen. Während das Publikum textsicher jede Zeile seines Hits "Murderer" mitsang, ließ Patrice es sich nicht nehmen, am Rande der Bühne auf einen Boxenturm zu steigen, um von dort den Ausblick auf seine Fans zu haben.

CRS am Freitag

Temporeich ging es anschließend mit T.O.K. weiter. Die vier Jungs aus Jamaika wurden kurzfristig gebucht, um einen der Headliner, Elephant Man, zu ersetzten. In der Dancehall Szene gelten T.O.K. als Partygarant und bringen ordentlich Stimmung und Jamaican Vibes an den Chiemsee. Gegen 1 Uhr war dann auf der Hauptbühne Schluss. Wer aber immer noch nicht genug hatte, konnte im Biergarten zu lauten Dancehall Rhythmen bis in den morgen feiern.

Erste Impressionen vom Chiemsee Reggae Summer

Rootz Underground, eine Gruppe, die erdigen Roots Rock Reggae spielen und durch ihren charismatischen Sänger Stephen Newland beeindrucken, beschließen den ersten Tag des Chiemsee Reggae Summers 2013.

Samstag: "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung"

Bei strahlender Sonne läuteten die Lokalmatadoren von Bradley's H auf der Hauptbühne, den zweiten Tag des Chiemsee Reggae Summers ein. Gleich danach folgte Uwe Banton, der schon mit Künstlern wie Luciano & Jahcoustix gesungen hat. Ein mächtiger Turban aus Dreadlocks prangt auf dem Kopf des tiefgläubigen Rastas und Ce'Cile überzeugte mit ihrer Performance und dürfte wohl "The sexiest Woman of CRS 2013" gewesen sein.

Räumung des CRS in Übersee

Mit Julian Marley, betrat ein weiterer Spross der Reggae -Legende Bob Marley die noch trockene Bühne. Genau wie seine zwei Halbbrüder Stephen & Ziggy spielte er schon einmal auf dem Chiemsee Reggae. Mit Songs aus seinem für den Grammy nominierten Top-Album "Awake", wie zum Beispiel "Boom Draw" und einigen Klassikern seines Vaters sorgte er für die richtige Stimmung unter den Festivalbesuchern. Die aus Kalifornien stammende Formation Groundation, um den Sänger Harrison Stefford, verbindet Roots Reggae mit einer ordentlichen Prise Jazz. Für Musikliebhaber ein Muss.

Samstag auf dem CRS (1)

Samstag auf dem CRS

Als Reggae Urgstein I-Jahman Levi & House of Riddim gerade erstmal drei Songs gespielt hatten, musste Aufgrund der ausgegeben Unwetterwarnung das Zelt, sowie das Festivalgelände für einige Zeit geräumt werden. Dies lief jedoch geordnet und ruhig ab und so konnten die Festivalbesucher, nachdem das schlimmste überstanden war zurück auf das Gelände wo es dann mit Verspätung und Max Herre weiter ging.

Regen, Sturm und Kälte ist für den erprobten Chiemsee Reggae Besucher kein Hindernis. Ganz im Gegenteil, es gehört mittlerweile dazu und die Feierwütigen haben mit den wettertechnischen Umständen die geringsten Probleme. "Wütend" sahen eher die Gesichter der Band Ska-P aus, die mit ihrer Mischung aus Ska und Punk das Publikum vor der Hauptbühne aufmischte. Die aus Spanien stammende Band sorgte dafür, das im Publikum keiner frieren musste. Es wurde "gepogt" und getanzt das die Fetzen flogen.

Im gut gefüllten Zelt begeisterten derweil Turbulence & Warrior King mit einer energetischen Show. Das Duo hat auch des öfteren schon am Chiemsee Reggae Summer gespielt und waren dieses Jahr auf weiteren Reggae-Festivals wie z.B. beim Summer Jam in Köln. Zeitweilig hörte es auch mal auf zu Regnen auf und mit den Beginnern kam dann endlich der heiß ersehnte Headliner des Samstages. Nahezu alle Texte der Rapper wurden mitgesungen und die Stimmung war ausgelassen.

Auf der Zeltbühne stand indessen die junge Band Pentateuch (gesprochen: Pentatusch) aus Jamaika. Mit ihren stimmungsvollen Roots Reggae Songs sorgten sie unter dem Publikum für sonnige Stimmung trotz des anhaltende Regens und der aufziehenden Kälte. Wer danach immer noch mehr wollte und konnte, ließ den Samstag mit der Band Ohrbooten energiegeladen zu Ende gehen. Fazit des Tages: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.

Sonntag: Here Comes the Sun!

Das Unwetter des vergangenen Abends hatte deutlich seine Spuren hinterlassen. Der obligatorische Schlamm war an einigen Punkten zurück gekehrt, und hielt sich zum Glück in Grenzen. Für den erprobten Chiemsee Reggae Summer Festival Besucher ist das natürlich kein Hindernis, im Gegenteil.

Als Slonesta mit seiner Show um 12 Uhr Mittags begann, sah es leider noch nicht so aus als ob es trocken bleiben würde. Als der "Rainbow Warrior" Martin Jondo, der gleich im Anschluss seine Lieder zum besten gab, spielte riss die Wolkendecke auf und es kamen die ersten Sonnenstrahlen zum Vorschein. Auch strömten immer mehr Menschen auf das Gelände.

CRS 2013 am Sonntag

Auf der Zeltbühne spielten Mittags Mista Wicked & Riddim Disasta. Der aus Rosenheim stammende Reggae Sänger singt im oberbayerischen Dialekt und sorgte so für gute Stimmung bei seinem Auftritt. Richie Spice spielte auf der Hauptbühne und hatte wohl damit zu kämpfen, das der Großteil der Festival Besucher damit beschäftigt war, sich schon für die Abreise vorzubereiten. Auch Iba Mahr im Zelt musste damit zurecht kommen. Wayne Wonder der anschließend auf der Hauptbühne spielte, konnte da schon mehr Menschen begeistern. Kabaka Pyramid der wie Iba Mahr und Protoje zum neuen "Reggae Revival" gezählt wird, hatte es wie Iba Mahr zuvor auch nicht so einfach mit dem Publikum.

CRS 2013 am Sonntag (2)

Die Sonne kam wieder hervor und es wurde ein wenig wärmer. Alborosie der nicht das erste Mal am Chiemsee zu Gast war, spielte Songs aus seinem neuen Album "Sound the System". Wer schon mal was von Massive Attack gehört hat, dem wird der Name Horace Andy ein Begriff sein. Der Sänger mit der markanten Stimme ist schon seit länger Zeit im Geschäft und mit seinen Songs sorgte er für eine angenehme Atmosphäre im Zelt.

Was sich da vor der Hauptbühne zusammenbraute nannte sich ganz einfach Cro. Der mit einem Bambi beglückte, Masken tragende Jung-Hip-Hopper konnte ein stattliche Anzahl an Besuchern für sich gewinnen. So war es auch kein Wunder das sich das Gelände wieder füllte, den nach einer tollen Show von Cro, galt es an Gentleman das Level zu halten.

CRS 2013 am Sonntag (3)

Ausgelassene und vor allem friedlich Stimmung herrschte generell das ganze Wochenende über unter den mehr als 20000 Besuchern und mit einer mit einer A-Capella Version von Bob Marley's "Redemption Song" entließ Gentleman die Reggae Fans in die Nacht. Wer aber noch Lust hatte abzutanzen, konnte das vor der Zeltbühne tun. Protoje & The Indiggnation, legten noch eine energiegeladene Show hin. Den Kehraus übernahmen Kellerkommando und Berlinksi Beat. Der 19. Chiemsee Reggae Summer wäre geschafft. Man darf gespannt sein was die Veranstalter für das 20-jährige Jubiläum nächstes Jahr sich einfallen lassen werden. Rundherum eine gelungene Mega-Veranstaltung die eine absolute Bereicherung für unsere Region darstellt.

Montag: Müllberge rund ums Festivalgelände

Viel Müll beim CRS

Björn Fehrensen

Quelle: chiemgau24.de

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