Mit Bürgermeister Nitschke

Protest in Köln mit Tracht und Blaskapelle

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Übersee/Köln - Die Mitarbeiter der Deutz AG wollen die Schließung ihres Werkes nicht einfach so hinnehmen. Darum gingen sie nun in der Domstadt auf die Straße.

Ganz so hinnehmen wollten die Mitarbeiter die Schließung der Deutz AG Niederlassung in Übersee dann doch nicht!

Als am 29. Juli die Firma in einer Presseerklärung offiziell machte, dass das Werk in Übersee geschlossen wird, verlieren 157 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz. Am vergangenen Samstag machten sich nun rund 130 Mitarbeiter zur 150 Jahre Jubiläumsfeier der Firma Deutz nach Köln auf den Weg, um dort gegen die Schließung zu protestieren.

Um ihren bayerischen Hintergrund zu betonen, kleideten sich die Frauen und Männer in Tracht und hatten auf ihren Protestplakaten den Hintergrund der bayerischen Rautenflagge. Ein weiterer Blickfang waren die singalorangen Kappen und die selbstgestalteten T-Shirts, auf denen sie ihren Standpunkt verdeutlichten.

Unterstützt wurden sie dabei von der Blaskapelle Übersee sowie dem Überseeer Bürgermeister Marc Nitschke, welcher sich noch vor der Schließung für die Erhaltung der Betriebsstelle stark gemacht hatte, und Markus Hecht, dem Vorsitzenden des Betriebsrates der Deutz AG in Übersee.

Als Ende Juli die Schließung bekanntgegeben wurde, kämpfte Bürgermeister Nitschke zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Klaus Steiner und Landrat Siegfried Walch für die Erhaltung des Standortes. Die Überseeer Beschäftigten würden zwar einen Bonus bekommen, wenn sie für ihre Arbeitsstelle nach Ulm ziehen, da die Meisten jedoch sehr an Übersee gebunden sind, wird wohl eine Mehrheit eine neue Arbeitsstelle suchen müssen. Die Verlagerung soll stufenweise erfolgen und Ende 2015 abgeschlossen sein.

red/ch24

Quelle: chiemgau24.de

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