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Hochwasserlage spitzt sich zu

Katastrophenalarm in bayerischen Städten

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In den Straßen von Passau steht das Wasser meterhoch.

Passau -Seit der Nacht zum Sonntag ist das südliche Oberbayern vom Hochwasser voll betroffen. Mehrere Orte sind von der Außenwelt abgeschnitten, Deiche und Schleusen brechen, selbst Autobahnen sind gesperrt.

Nach fast ununterbrochenem Dauerregen hat sich die Hochwasserlage auch im südlichen Oberbayern dramatisch zugespitzt. In den Landkreisen Berchtesgadener Land und Miesbach sowie in Stadt und Landkreis Rosenheim wurde am Sonntag Katastrophenalarm ausgelöst. Mehrere Ortschaften sind wegen Überflutungen von der Außenwelt abgeschnitten. In Berchtesgaden brach am Mittag die Schleuse eines Bergsees, die Wassermassen ergießen sich unkontrolliert ins dort allerdings wenig bevölkerte Tal. Die Bundeswehr in Bad Reichenhall wurde um Hilfe gebeten. In Kolbermoor droht die Mangfall über die Ufer zu treten. „Die Pegelstände dürften in den Bereich eines hundertjährigen Hochwassers und möglicherweise darüber ansteigen“, so eine Mitteilung der Stadt. Nach derzeitiger Einschätzung seien die Deiche im Rosenheimer Stadtgebiet selbst den Belastungen durch die zunehmenden Wassermengen in Mangfall und Inn gewachsen. Die Behörden sorgen sich um jene Stellen, wo der verbesserte Hochwasserschutz noch nicht durchgängig fertiggestellt ist. Am Sontagnachmittag wollte sich das Kabinett mit Ministerpräsident Horst Seehofer in München zu einem Krisengespräch treffen.

Tagelanger Dauerregen und anschwellende Flusspegel überfordern zusehends auch die Einsatzkräfte in Passau. Auch dort wurde am Sonntag Katastrophenalarm ausgerufen. Nach den Worten von Passaus Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) droht ein neues Jahrhunderthochwasser. Erwartet werde ein Pegelstand von etwa 11 Meter, sagte Dupper bei einer improvisierten Pressekonferenz am Sonntag in Passau. Das bisherige Jahrhunderthochwasser von 2002 verzeichnete einen Pegelstand von 10,81 Metern.

Nach Angaben Duppers wurde nach dem Ausrufen des Katastrophenalarms Hilfe bei der Bundeswehr angefordert. Die Soldaten würden vor allem dafür benötigt, Sandsäcke zu füllen. Erste Einheiten sollten noch im Laufe des Tages eintreffen.

Zu einem Verkehrskollaps durch Hochwasser kam es am Sonntag: Auf der Autobahn 8 nahe des Chiemsees geht seit Sonntagvormittag gar nichts mehr: Totalsperre!

Hochwasser in Bayern

Hochwasser in Bayern: Katastrophenalarm und Dauereinsätze

Nachdem sich die Lage in Oberbayern am Samstag kurzzeitig entspannt hatte, habe sie sich mit dem einsetzenden Starkregen am Nachmittag spürbar verschärft. Wie die Polizei in Rosenheim mitteilte, würden seither unablässig Notrufe in der Einsatzzentrale eingehen. Neben vollgelaufenen Kellern beschäftigen vor allem überflutete Straßen und Erdrutsche die Einsatzkräfte. Im Berchtesgadener Land mussten am frühen Sonntagmorgen drei landwirtschaftliche Anwesen evakuiert werden. Am Vormittag wurde zudem damit begonnen, Teile des Ortes Marquartstein zu räumen.

Auch im oberpfälzischen Regensburg steigt der Wasserstand der Donau noch an. So dramatisch wie in Passau ist die Lage laut Aussage eines Polizeisprechers jedoch noch nicht. In Oberbayern sind die Rettungskräfte vor allem im südöstlichen Bereich im Dauereinsatz. „Besonders schlimm ist es rund um Rosenheim und in Richtung Osten“, teilte die Polizei in Rosenheim mit. „Straßen sind überflutet, Keller laufen voll, und zum Teil müssen wir schon evakuieren.“

So wird das Wetter in den kommenden Tagen

Dagegen scheint sich die Situation in Franken und im Allgäu ein wenig zu beruhigen, zumindest steigen die Pegelstände derzeit nicht, hieß es in den zuständigen Polizeipräsidien am Sonntagmorgen. Trotzdem seien die Einsatzkräfte voll beschäftigt.

Bereits am Samstag wandte sich Finanzminister Markus Söder (CSU) mit einem Versprechen an die Hochwasseropfer. Der Freistaat bereite finanzielle Hilfsmaßnahmen wie steuerliche Erleichterungen und direkte Finanzhilfen vor. Diese Hilfsmaßnahmen gelten sowohl für Privatleute als auch für Landwirte und Unternehmen.

Am Samstagnachmittag besuchte Umweltminister Marcel Huber (CSU) das Kloster Weltenburg bei Kelheim, um sich einen Eindruck von der Lage vor Ort zu machen. Einsatzkräfte errichteten rund um das Kloster einen mobilen Schutzwall, um das Wasser von den historischen Gebäuden fernzuhalten. Am Sonntag wollte sich Huber dann aus der Luft über die Hochwasserlage im Freistaat informieren. Er kündigte an, per Hubschrauber über Südbayern zu fliegen.

Auch der Rest von Deutschland hat mit dem Hochwasser zu kämpfen. In Teilen der Republik wurde sogar Katastrophenalarm ausgerufen.

dpa

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