Wer übernimmt die Untersuchungen in Rosenheim?

Medizinische Screening-Stelle für Flüchtlinge schließt Ende Juni

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Rosenheim - Bisher wurden Migranten in separaten Räumen der Rosenheimer Bundespolizeiinspektion einem medizinischen Screening unterzogen. Ziel war es, ansteckende Erkrankungen zu erkennen, bevor sich andere Menschen anstecken konnten. Doch damit ist bald Schluss.

Die Ankündigung der Regierung von Oberbayern überrascht: Wie das OVB in seiner Dienstagsausgabe berichtet, soll die medizinische Screening-Stelle in den Räumen der Rosenheimer Bundespolizeiinspektion zum 30. Juni geschlossen werden. 

„Es ging darum, einen Notfallplan aufzustellen. Denn nicht alle illegal Einreisenden waren gesund. Wir mussten die Gefahr von Seuchen und Epidemien ausschließen, die Bevölkerung vor ansteckenden Krankheiten schützen und die teils schwer erkrankten Flüchtlinge vor ihrer Weiterreise medizinisch versorgen“, erklärt Dr. Michael Bracht, Notfallmediziner und Sprecher der Screening-Ärztegruppe, im Gespräch mit der OVB-Heimatzeitung. Neben Krätze, Tuberkulose, Masern, Scharlach, Windpocken und Malaria sei eine riesige Bandbreite an Erkrankungen zu sehen und natürlich auch zu behandeln gewesen.

Doch wer übernimmt die medizinische Erstuntersuchung der Migranten nach der Schließung am 30. Juni? Die Bundespolizei selbst lehnt es mit dem Hinweis aus mangelnde Qualifizierung ab, so Rainer Scharf, Pressesprecher der Rosenheimer Bundespolizei gegenüber dem OVB. Das Sozial- und das Gesundheitsministerium in München sei noch „in Abstimmung“ und konnte die Frage dem OVB bis Montagabend nicht beantworten.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie auf ovb-online.de oder in Ihrer gedruckten OVB-Heimatzeitung.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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