Zwischen Achenmühle und Frasdorf

Wasser stand hüfthoch auf der A8 - VPI zieht Bilanz

Stau auf A8 nach Überflutung von Fahrbahn zwischen Achenmühle und Frasdorf
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Langer Stau auf A8 nach Überflutung von Fahrbahn zwischen Achenmühle und Frasdorf.

Rohrdorf/Frasdorf - In der Nacht auf Dienstag (4. August) wurde die A8 (München - Salzburg) massiv überflutet. Zwischen den Anschlussstellen Achenmühle und Frasdorf war die Autobahn stundenlang total gesperrt. Über 100 Einsatzkräfte waren vor Ort, um die A8 und die A93 befahrbahr zu machen.

Update, Mittwoch (5. August) - Starkregen bringt Verkehr auf A8 und A93 zum Erliegen - Polizei zieht Bilanz


Am Dienstag, 4. August 2020, zeichnete sich bereits gegen 4.20 Uhr eine Hochwasserlage auf der A8 Höhe Achenmühle ab. Im weiteren Tagesverlauf verlagerte sich das Hochwassergeschehen auch auf die A93 Höhe AS Brannenburg und weiter auf den Streckenabschnitt der A8 bei Wasserwiesen, Pang. Über 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Autobahnmeisterei, THW und Polizei waren bis in die Nacht mit der Hochwasserbekämpfung und dem Freihalten der Fahrspuren beschäftigt. 

Um 04:20 Uhr ging die erste Meldung über eine Wasseransammlung auf der A 8 bei Achenmühle ein. Der neben der Autobahn fließende Aubach war übergelaufen und hatte die Fahrspuren für beide Richtung überspült. Die Autobahn musste für den Verkehr zunächst komplett gesperrt werden, bis die Autobahnmeisterei einen Fahrstreifen Richtung Salzburg befahrbar machen konnte. Die Polizei leitete den Verkehr an den Anschlußstellen Rosenheim und Bernau aus. Zunächst konnten die Lkw im Schritttempo an der Schadenstelle vorbei fahren. Im Laufe des Vormittags konnten sukzessive beide Fahrtrichtungen wieder frei gegeben werden. Im Laufe des Vormittags musste die Autobahnausfahrt Brannenburg der A93 wegen Überflutung gesperrt werden. Dies hatte jedoch kaum Auswirkung auf den fließenden Verkehr.


Gravierender war die Überflutung der A8 in Fahrtrichtung Salzburg auf Höhe Wasserwiesen im Laufe des Nachmittages. Die Kalten trat über die Ufer und flutete die dreispurige Fahrbahn Richtung Salzburg. Jedoch konnte eine Fahrspur dauerhaft frei gehalten werden. Durch das Auslegen eines Sandsäckestreifens auf einer Länge von 100 Metern gelang es den Einsatzkräften von Feuerwehr, THW und der Autobahnmeistereien Rosenheim und Holzkirchen, wenigstens einen Fahrstreifen befahrbar zu halten, so dass der sich stauende Verkehr abfließen konnte. Den Verkehrsteilnehmern wurde die Umleitungsstrecke U 71 a zur Umfahrung des Staugeschehens angeboten. 

Im weiteren Verlauf der A8 kam es am Abend noch bei Grabenstätt zu einer erheblichen Behinderung wegen des Hochwassers. 

Die Folgen der Überschwemmungen auf den Autobahnabschnitten waren natürlich auch auf den Umleitungsstrecken spürbar, da auch dort verschiedene Strecken gesperrt waren.

Noch bis spät in die Nacht bzw. bis in die Morgenstunden des Mittwoch, 5. August 2020, hatte die Polizei alle Hände voll zu tun, den Lkw-Verkehr auf der Autobahnzu koordinieren und zu lenken. Leider hatten einige unvernünftige Lkw-Fahrer ihre Fahrzeuge auf dem Standstreifen abgestellt. Sie wurden bis zur nächsten Parkmöglichkeit dirigiert. Im Übrigen muss man den Verkehrsteilnehmern überwiegend Lob zollen, dass sie mit dieser Ausnahmesituation geduldig und gelassen umgegangen sind.

Pressemitteilung Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim

Update, 12.19 Uhr - Vollsperre von A8 und Kreisstraße RO5 aufgehoben

Die Vollsperre der Autobahn konnte inzwischen aufgehoben werden. Zwischen den Anschlussstellen Frasdorf und Achenmühle kann die A8 nun wieder in beiden Fahrtrichtungen befahren werden - allerdings nur in Schrittgeschwindigkeit. Auch die angrenzende Kreisstraße RO5 konnte inzwischen wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Update, 10.38 Uhr - Lage auf A8 entspannt sich langsam

Auf der A8 zwischen Achenmühle und Frasdorf entspannt sich die Lage langsam. In Richtung Süden kann der Verkehr (Pkw und Schwerlast) wieder einspurig fließen. Auch in Richtung Norden ist inzwischen eine Fahrspur frei, allerdings nur für den Schwerlastverkehr. 

In Achenmühle hat die Feuerwehr damit begonnen, die überfluteten Keller auszupumpen. Problem dort ist eine extreme Verschmutzung des Wassers mit Heizöl. Das zuständige Landratsamt sprach inzwischen von rund 350 Einsätzen im Raum Rosenheim. Nach Informationen des Deutschen Wetterdienstes sollen die Regenfälle mittags deutlich nachlassen.

Die Erstmeldung:

In der Nacht wurde die A8 (München - Salzburg) zwischen den Anschlussstellen Achenmühle und Frasdorf heftig überflutet. Das Wasser steht in diesem Bereich in einer Senke hüfthoch auf der Fahrbahn, wie Polizeisprecher Stefan Sonntag auf Anfrage von rosenheim24.de bestätigte. Der Aubach war dort über die Ufer getreten. Bekannt wurde das Ganze, als ein Autofahrer mit seinem Wagen in die Senke hineinfuhr und im Hochwasser „stecken blieb“. Der Autofahrer blieb bei dem Unfall glücklicherweise unverletzt. Anschließend wurde die Autobahn sofort gesperrt.

Die Sperre wird wohl auch noch mindestens einige Stunden andauern. Sonntag sprach in diesem Zusammenhang von einem „großen Problem“. Der Verkehr staute sich ab den frühen Morgenstunden erheblich in beide Fahrtrichtungen. Hinzu kommen große Schwierigkeiten auf der offiziellen Umleitungsstrecke. Die parallel zur A8 verlaufende Straße wurde vom Aubach ebenfalls überflutet und wurde ebenso gesperrt.

Die Sperrungen können vermutlich vollständig erst dann aufgehoben werden, wenn der starke Regen nachlässt und das Wasser selbstständig abfließt. Ansonsten sind den Einsatzkräften hier wohl die Hände gebunden, hieß es. Zudem hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Vormittag die Dauerregen-Warnung auf die höchste Stufe erhöht. Inzwischen (Stand: 9.30 Uhr) rollt nach Angaben des Rosenheimer Landratsamtes zumindest der Schwerlastverkehr ganz langsam wieder Richtung Salzburg.

Sonntag riet auswärtigen Autofahrern deshalb, das Gebiet möglichst komplett zu meiden. Ortskundigen Verkehrsteilnehmern wird eine großräumige Umfahrung empfohlen. Dem Polizeisprecher zufolge würden es bereits viele Autofahrer über Bad Endorf oder den Samerberg versuchen. Allerdings müssten die Autofahrer auch in diesen Gebieten immer wieder mit Sperrungen von kleineren Straßen rechnen, hieß es.

mw

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