Überfall auf Juwelier: Täter noch flüchtig

Rosenheim - Zwei Tage nach dem Überfall auf einen Juwelier in der Rosenheimer Innenstadt ist der Täter noch nicht gefasst. Der aktuelle Stand der Dinge:

Im Tiefflug knatterten am Dienstagmorgen zwei Polizeihubschrauber über die Rosenheimer Innenstadt. Immer wieder zogen sie ihre Runden über der Fußgängerzone auf der Suche nach einem Räuber, der ein Juweliergeschäft in der Innstraße überfallen hat. Doch der Täter konnte entkommen.

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Mit einer schwarzen Sturmhaube maskiert betrat ein Mann kurz vor 9.30 Uhr das Geschäft in der Innstraße an der Ecke zum Ludwigsplatz. Er bedrohte den Ladeninhaber mit einer Handfeuerwaffe und sprühte ihm Reizstoff ins Gesicht, um den Juwelier außer Gefecht zu setzen. Anschließend entnahm er einem Schrank mehrere Schmuckschachteln im Format 20 mal 15 Zentimeter, die er in seinem Rücksack verstaute, und ergriff die Flucht.

Spurensicherung nach Raubüberfall

Dem Ladeninhaber gelang es selbst, die Polizei zu verständigen, die sofort eine Großfahndung auslöste. Neben den Hubschraubern und sämtlichen verfügbaren Polizeistreifen waren auch mehrere Diensthunde im Einsatz. Ein Zeuge hatte beobachtet, dass der Täter Richtung Riedergarten gelaufen war. Wie die Polizei ermitteln konnte, flüchtete der Mann schließlich in den Karstadt-Lichthof in der Münchener Straße. Dort verliert sich seine Spur. Möglicherweise verschwand er Richtung Gillitzerstraße.

Raubüberfall in der Innstraße

Der Ladeninhaber wurde durch den Reizstoff leicht verletzt und musste von einem Augenarzt ambulant behandelt werden. Er konnte aber eine gute Beschreibung des Täters geben: Der junge Mann ist etwa 170 Zentimeter groß, hat eine sportlich-schlanke Figur, kurze dunkle oder schwarze Haare und trug eine dunkle Kapuzenjacke und blaue Jeans. Die Beute packte er in einen grau-schwarzen Rucksack. Wer die Personen gesehen oder sonst eine Beobachtung in Zusammenhang mit dem Überfall gemacht hat, wird gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Rosenheim unter der Telefonnummer 08031/ 2000 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Zum Überfall in Bad Endorf:

Angaben zur Beute und deren Höhe wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht machen. Der Überfall auf das Rosenheimer Schmuckgeschäft war der zweite in der Region binnen kurzer Zeit. Erst am 19. Juni wurde ein Juwelier in Bad Endorf ausgeraubt. Die Polizei sieht im Augenblick aber keine Parallelen. "Die Vorgehensweise war eine völlig andere", so ein Polizeisprecher. In Bad Endorf waren es zwei Täter, die äußerst brutal vorgegangen waren. Sie hatten den Ladeninhaber fast totgeschlagen.

ku/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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