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Nach Urteil am Landgericht Traunstein

Abgasskandal: Tuntenhausenerin geht Deal mit VW ein

  • Katja Schlenker
    VonKatja Schlenker
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Tuntenhausen/München - Autobesitzer haben oft keine Chance alleine gegen VW vorzugehen. Doch eine Tiguan-Fahrerin aus Tuntenhausen hat den Schritt gegen den Autohersteller gewagt - und offenbar gewonnen.

Nachdem eine Tuntenhausenerin im Sommer vor dem Landgericht Traunstein gegen den Konzern VW geklagt hat, wollten die Anwälte des Autoherstellers Berufung vor dem Oberlandesgericht München einlegen. Doch dazu kommt es nun nicht, wie das Oberbayerische Volksblatt berichtet.

"Das Verfahren wurde durch Rücknahme der Klage beendet", wird Gerichtssprecherin Annette Neumair vom OVB zitiert. Sie gehe davon aus, dass sich die Parteien – wie in einer Vielzahl vergleichbarer Fälle – außergerichtlich geeinigt haben und daraufhin die Klagerücknahme erfolgte. Einzelheiten sind dem Oberlandesgericht nicht bekannt.

Mit diesem Vorgehen wolle das Unternehmen ein eventuell öffentlichkeitswirksames negatives Urteil in Sachen Diesel-Skandal verhindern, lautet in diesen Fällen oft der Vorwurf. Diesen weist das Unternehmen jedoch zurück. "Manche Kanzleien wollen gar keinen Vergleich", sagt ein VW-Sprecher gegenüber dem Tagesspiegel. Demnach seien auch Verschwiegenheitserklärungen "völlig normal". Damit wolle man verhindern, dass Rechtsanwälte ihre Erfolge bei VW-Vergleichen veröffentlichen, um Eigenwerbung zu betreiben.

Aus dem Archiv:

Die Klägerin aus Tuntenhausen hat ihren VW Tiguan im April 2017 für 18.500 Euro gekauft. Jedoch ist der Wagen mit einer illegalen Abschalteinrichtung in der Motorsteuerung ausgerüstet gewesen. Dadurch hat die Frau sich betrogen gefühlt und ist gegen den Konzern vorgegangen.

Nach einem Software-Update hat es zudem weitere massive Probleme gegeben, wie ihr Anwalt Jürgen Klass im Sommer erklärt hat. Im ersten Urteil am Landgericht Traunstein ist auch festgehalten worden, dass die Tuntenhausenerin im Gegenzug ihr Auto an VW zurückgeben und eine Nutzungsgebühr für die gefahrenen Kilometer zahlen muss. Nun ist es zum Vergleich beider Parteien gekommen. 

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie unter ovb-online.de und in Ihrer gedruckten OVB Heimatzeitung.

Rubriklistenbild: © Montage (picture alliance/dpa)

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